Gemeindeleben

Vikar Alexander Plümpe wechselt nach Rietberg 

+
Vikar Alexander Plümpe verlässt nach sechs Jahren die Kirchengemeinde in Wickede (Ruhr) und wechselt nach Rietberg.

Wickede - Seit 2013 ist er eine der Säulen der kath. Kirchengemeinde vor Ort. Doch jetzt steht der Abschied bevor: Im Herbst verlässt Vikar Alexander Plümpe die Ruhrgemeinde und tritt den nächsten Schritt seiner geistlichen Karriere im ostwestfälischen Rietberg an. 

Mit Freude war zur Kenntnis genommen worden, dass aus den ehedem programmatischen fünf Jahren einer Vikar-Tätigkeit mehr werden sollte - sonst hätte sich die Gemeinde St. Antonius von Padua und St. Vinzenz wohl bereits 2018 von Alexander Plümpe verabschieden müssen. Nicht zuletzt seine Wahl in den Diözesanvorstand der KLJB bescherte eine Verlängerung der Arbeit an der Ruhr. 

Priestermangel, Konzentrationsprozesse, Kirchenaustritte, in Zeiten deutlicher Trends und Strömungen der großen Konfessionen trug er mit seiner Persönlichkeit seit sechs Jahren zu Stabilität und Kontinuität der kirchlichen Arbeit vor Ort bei. 

Und das nicht nur im angestammten „Fachbereich“ eines Vikars, der Jugendarbeit. Sein Auftreten nah an den Menschen mit feinem Humor und musikalischer Ader machte ihn vielmehr generell zu einem gern gesehenen Repräsentanten der Kirche vor Ort und trug zu einem gesunden Miteinander bei. 

Dies wiederum fördert den Prozess der zunehmenden Laienverantwortung im Gemeindeleben und die Bindung zwischen der geistlichen Leitung und den Gläubigen als ihrer Basis.

Doch so sehr die Kirchengemeinde ihren Vikar zu schätzen gelernt haben mag: Von einer festen personellen Perspektive war für den 42-jährigen Geistlichen in der kath. Kirchengemeinde vor Ort nicht auszugehen.

Und dann kam da kürzlich diese Stellenausschreibung: Rietberg, ein Pfarrverbund mit fünf Kirchenorten und drei Priestern, ein Pfarrer, den er aus Ausbildungszeiten gut kennt, die Perspektive, von Erstkommunion über Fronleichnamsprozession bis zur Osternacht selbst neue Schwerpunkte setzen zu können - „das ist das, weswegen ich geweiht wurde“, sagt Alexander Plümpe.

Das Ganze „klein, schnuckelig, ländlich - aber mit gut 200 Messdienern, rund 400 Leuten im Ferienlager und ganz vielen KLJB-Ortsgruppen“ - ein Profil also, das dem Vikar besonders entgegen kommt. Unterm Strich somit eine Perspektive, die dem gebürtigen Bad Wünneberger neue Verantwortung mit seinen bevorzugten Schwerpunkten bietet und ihn so ganz nebenbei auch noch nahe der Heimat hält. 

Im November möchte er sein Pfarrexamen ablegen, um dann zum Pastor zu avancieren. Das sollte ihm  so glücklich gelingen, wie die Arbeit in der kath. Kirchengemeinde vor Ort. 

So sehr man den Geistlichen und sein menschennahes Engagement von der Seelsorge über die Präses-Aktivitäten bis hin zum Star in der heimischen Karnevals-Bütt zu schätzen gelernt hat - die kath. Kirchengemeinde wird „ihren“ Vikar gehen lassen müssen.

Als Trost bleibt immerhin eins: Rietberg ist nicht weit, bietet sich für Ausflüge heimischer Gruppen und damit auch für ein Wiedersehen mit dem Geistlichen durchaus an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare