Am Rande

Tomaten rotgolden

Die pflanzenkundige Nachbarin hat die letzten satt-roten Tomaten abgeerntet, der Gartenlaie aber steht ratlos vor seinen Pflanzen. Von denen hat er seit Beginn der Hege im Frühjahr genau zwei (in Ziffern 2!) rote Tomaten geerntet, eine in normaler Größe, die andere vom Kaliber Weintraube.

Weitere Früchte brachten die Pflanzen zunächst nicht hervor. Nun aber haben Dünger, tägliches Gießen mit handwarmem Wasser (um die Wurzeln nicht zu erschrecken!) und menschliche Zuwendung und Ansprache Folgen: Die Pflanzen hängen voll mit Tomaten. 

Aber alle knatschgrün! Und der Blick gen Himmel lässt befürchten, dass eine Laune der Natur in Kürze durchaus schon mal eine Frostnacht bringen könnte. Was also tun? 

Die Tipps klingen kurios: Man soll rot-reife Tomaten auf die noch am Strauch hängenden grünen Geschwister legen, die davon dann rot würden, heißt es. 

Und ein anderer Tipp: Die grünen Tomaten abpflücken und im Haus zusammen mit Äpfeln lagern, damit sie reif und rot werden. 

„Da brat’ mir doch einer ‘nen Storch“, denkt sich unser Wickeder. Eigentlich wollte er doch mit der Aufzucht eigener Tomaten sparen. 

Stattdessen soll er jetzt zusätzlich zu Dünger, Zeitaufwand und rund 550 Litern vorgewärmtem Wasser auch noch Tomaten und Äpfel extra kaufen, damit sein Grüngemüse rot wird?

Da kann er sich seine Tomaten ja gleich vergolden...

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