SPD beantragt Kastration und Registrierung von Streunerkatzen

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Als Beitrag zum Tierschutz hat die SPD für freilaufende Katzen im Gemeindegebiet die Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht beantragt.

Wickede - Mit durchschnittlich zwei Würfen pro Jahr mit drei Welpen/Kitten kann eine Katzenpopulation nach drei Jahren 500 Tiere betragen und in zehn Jahren auf 200 Millionen Tiere ansteigen. Freilaufenden, streunenden Katzen drohen damit Krankheiten, Hunger und ein qualvolles Ende, erläutert die SPD Wickede und beantragt deshalb jetzt für alle Katzen, die aus dem Haus gelassen werden, eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht.

Die Anzahl der freilaufenden, streunenden Katzen werde nach Angaben des Tierschutz Soester Börde e.V. jedes Jahr größer, schreibt Fraktionsgeschäftsführer Julian Bräker. Zwei Mio. „Freigänger“ seien es derzeit in Deutschland, Tendenz steigend. „Zusätzlich werden jedes Jahr tausende Katzen ausgesetzt oder laufen weg und verwildern“. Die Tierheime seien überfüllt. Verwilderte Katzen könnten später kaum noch gezähmt werden.

Das Tierschutzgesetz erlaube es den Ländern, zum Schutz freilaufender Katzen selbst aktiv zu werden. Kommunen können ihre ordnungsbehördlichen Verordnungen ändern. Die SPD: „Um das Elend verwilderter Katzen zu verringern, ist nur die Kastration und damit Verringerung der Populationsvergrößerung ein wirksames Mittel. Mit Hilfe der Registrierung kann eine freilaufende Katze viel schneller an ihren Halter zurück vermittelt werden. Die Registrierung ist dabei kostenlos“.

Eine Kastration erfolgte unter Betäubung, so dass auch eine kombinierte Kennzeichnung durch Tätowierung oder Mikrochip möglich sei. Die Kosten für die Kastration einer Katze liegen derzeit bei ca. 110 Euro. Julian Bräker: „In der Gebührenordnung der Tierärzte ist eine Ausnahmemöglichkeit erfasst, für die Sterilisation und Kastration freilaufender Katzen die Mindestgebühren zu unterschreiten. Durch die trotzdem entstehenden Kosten für einige Katzenhalter mit noch nicht kastrierten Katzen sollte eine angemessene Übergangsfrist zur Einhaltung der Kastrationspflicht gewährt werden“.

Die Halter von Rassekatzen würden ihre Zuchttiere normalerweise nicht freilaufen lassen, setzt die SPD in ihrem Antrag hinzu. „Und selbst wenn diese ausbüchsen sollten, sind die Tiere durch die Registrierung schnell zu identifizieren und können vor einer Kastration an den Halter zurückgegeben werden.“

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