Gemeindewerke und Stadtwerke

Stromversorger wollen bis Mitte 2020 fusionieren

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Wird auch nach der Fusion Anlaufstelle für die Kunden in Wickede bleiben: die Geschäftsstelle im Bahnhof

Wickede – Zwei Nutzen aus dem Betrieb der Gemeindewerke sind unterm Strich wichtig: Dass Wickedes Haushalt jährlich mit einer Finanzspritze vom Geschäftserlös unterstützt wird und dass die Stromkunden im Bahnhof mit der Geschäftsstelle vor Ort einen persönlichen Ansprechpartner behalten. Die Fusion der Gemeindewerke mit den Stadtwerken Fröndenberg soll diese Nutzen auch künftig absichern

Geschäftsführer, EDV, Wirtschaftsprüfung - das sind einige der klassische Kostenfaktoren, die bei einer Fusion zweier Betriebe nicht mehr doppelt, sondern nur noch einmal anfallen.

Diese Synergieeffekte helfen dabei, im Sinne der Kunden aber auch der Gesellschafter möglichst wirtschaftlich zu arbeiten. Gegenwärtig befinden sich die beiden Partner in den Vorbereitungen für den Schritt in die gemeinsame Zukunft. 

Ein Lenkungsausschuss mit den Bürgermeistern, Geschäftsführern und jeweils zwei Vertretern des Aufsichtsrates hat sich im vertrauensvollen Miteinander auf einen Wirtschaftsfachmann geeinigt, der dabei hilft, die jeweilige Mitgift zu bewerten, damit die Anteile an der gemeinsame Gesellschaft künftig gerecht verteilt sind. Schließlich bemisst sich da später nicht zuletzt die Höhe des Anteils am Gewinn ebenso wie etwa die Zahl entsendeter Aufsichtsratsmitglieder.

Bis April 2020 sollen die Politiker beider Kommunen laut Pressemeldung der Fusion zustimmen, von der sich alle Beteiligten insgesamt mehr wirtschaftliche Stabilität erwartet.

So deutlich die Vorteile einer Fusion auch auf der Hand liegen mögen: Die nächste Preisrunde für die Energiekosten wird die geplante Ehe der Versorgungsunternehmen nicht abwenden können. Strombezugskosten, EEG-Umlage und Netzentgelte – alle drei Kostenfaktoren sollen steigen. Ein Kostendruck auf ganzer Linie also, den Gemeindewerke-Geschäftsführer Michael Lorke „so noch nicht erlebt“ hat.

Damit ist davon auszugehen, dass die Stromtarife ab Januar auch in Wickede anziehen werden. Die notwendige Beratung des Aufsichtsrates und die anschließende Benachrichtigung der Kunden muss sechs Wochen vorher erfolgt sein

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