Gewerbeentwicklung Wickede

Spielwaren Reinke findet eine neue Heimat 

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Gabriele Lojewski-Wrede und Detlef Lojewski mit dem breit aufgestellten Haushaltswaren-Handel begrüßen ab 2020 das Ehepaar Annette und Dirk Reinke mit ihrer Angebotspalette zum Shop-in-Shop-Konzept unter ihrem Dach.

Wickede – Es ist eine Entwicklung, die aus der besonderen Notwendigkeit geboren möglicherweise ganz neue Synergien für Wickeder Kunden aber auch für die beteiligten Händler bietet: Spielwaren Reinke wird ab dem neuen Jahr als „Shop in Shop-Lösung“ im Fachgeschäft Lojewski logieren.

Auslöser der Veränderungen war die Kündigung durch Reinkes Vermieter. Der Westönner Hauseigentümer, der die Immobilie vor einigen Jahren gekauft hatte,  möchte das Ladenlokal im nächsten Jahr nach entsprechendem Umbau mit langfristiger Laufzeit an eine Versicherung vermieten. 

Fachhändler Dirk Reinke war kurzfristig gefordert, eine Alternative zu finden. Grundlage aller Überlegungen für ihn und Ehefrau Annette: „Das Geschäft macht uns beiden Spaß, wir wollen das gerne weitermachen“. 

Also begann die Suche nach einer Alternative, in deren Rahmen auch Nachbar Detlef Lojewski ins Spiel kam. Und der hatte sich seinerseits bereits Gedanken gemacht, wie die Rückläufe speziell im Bereich Geschenkartikel/Glas, die in der gesamten Branche zu beobachten sind, kompensiert werden könnten. Im nächsten Moment hatten die beiden Wickeder Geschäftsleute die Kooperation ausgehandelt. 

Synergie-Effekte nutzen

Und das bringt gleich auch Synergieeffekte mit sich. Denn wenn sich die beiden Fachgeschäfte einen großen Shop teilen, dann kommen automatisch auch Lojewski-Kunden mit der Reinke-Palette in Berührung und umgedreht Reinke-Kunden mit dem Lojewski-Angebot. 

An den Rändern wird Reinke sein Sortiment etwas verschlanken – das bringt die Reduzierung von gut 100 qm Verkaufsfläche auf etwa 70 qm nun einmal mit sich. Sticken, das Revell-Programm oder die Playmobil-Linie – darauf wird er künftig verzichten, das wird jetzt abverkauft. 

Doch die großen Standbeine wie Spielsachen, Handarbeiten, Fahrradzubehör und Bücher werden weiterhin präsent sein, ebenso die Bereiche Reinigung, UPS-Shop und Goldankauf. 

Nachdem die Idee zum „Shop-in-Shop-Konzept“ aber so kurzfristig zustande gekommen war und Lojewski bereits für das Weihnachtsgeschäft geordert hatte, wird Reinke in voller Ausdehnung erst ab Anfang/Mitte März dort seine Palette anbieten. 

Zuvor läuft der Abverkauf bei Detlef Lojewski, der durchaus glücklich mit der neuen Konzeption ist. Händler-Kollege Reinke habe da „offene Türen“ eingelaufen, die Idee sei nicht weit vom Schlag jener Zukunfts-Überlegungen gewesen, die man in jüngster Vergangenheit ohnehin angestellt habe. „Das gibt uns die Möglichkeit, neue Kunden ins Geschäft zu holen“, so Detlef Lojewski.

Flexibilität und Offenheit sind Trumpf

Bei Überlegungen und Strategien des lokalen Einzelhandels für die Zukunft sind Flexibilität und Offenheit eine notwendige Voraussetzung. Das belegen die künftigen Shop-in-Shop-Partner Lojewski und Reinke mit der Bereitschaft, sich beim Angebot im gemeinamen Geschäftslokal sogar Wettbewerb unter ein Dach zu holen. 

Detlef Lojekwski betreibt im Souterrain neben dem Sortiment von Schlüsseldienst bis Werkzeugverkauf auch den DPD-Shop, ein international agierender Kurier-Express-Paket-Dienstleister. 

Dirk Reinke wiederum zieht eine Treppe höher im oberen Lojewski-Geschoss im neuen Jahr nicht zuletzt mit dem UPS-Shop ein - auch das ein weltweit tätiger Paket-Dienst. 

So ungewöhnlich sei das allerdings nicht, verweist  Reinke auf die Nachbarschaft nur wenige Meter entfernt. Der neue Edeka etwa vereine im Eingangsbereich die Bäckerei Hosselmann und wenige Meter weiter die Edeka-eigene Backtheke  auch das unter einem Dach.

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