Geistliche Premiere

Es gibt immer wieder Premieren - auch für einen Seelsorger.

Da setzte doch das geistliche Triumphirat der kath. Kirchengemeinde jetzt im Gottesdienst für die Kommunionkinder die Bibelgeschichte der Heilung des blinden Bartimäus in Szene. Gemeindereferentin Annette Albrecht fungierte als Erzählerin, Pastor Thomas Metten mimte Jesus und Vikar Alexander Plümpe spielte den Bettler.

Der saß denn auch mit Blindenbrille und Stock auf den Stufen, musste aber plötzlich improvisieren, weil er Mikro und Text auf dem Alter liegen gelassen hatte. Aber der Vikar wusste sich zu helfen und ließ sich mit dem Satz, „Ich bin ein armer blinder Mann, kann mir mal jemand mein Mikro und den Text holen?“, die Accessoires kurzerhand anreichen.

Als Jesus alias Thomas Metten im Finale den ehemals Blinden nach der Heilung auch noch aufforderte, Stock und Blindenbrille wegzuwerfen und ihm zu folgen, hielt der Vikar kurz inne, setzte sich dann mit den Worten, „nee, da seh ich ja nichts mehr“, die Brille wieder auf. Spätestens hier gab’s dann für den Vikar eine ganz neue Erfahrung seitens der Schüler, eine Premiere eben. Ebenso erstaunt wie erfreut stellte er nämlich fest: „Ich habe noch nie für das Evangelium Szenenapplaus bekommen“.

Dabei hätte er als Kirchenmann durchaus damit rechnen können, heißt „Evangelium“ übersetzt doch so viel wie „Lohn für das Überbringen einer guten Nachricht“...

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