E-Zigarette im Krankenbett?

Sie hatte das Rauchen aufgegeben oder besser: das Tabakrauchen. Seitdem nämlich nutzt die Bekannte eine E-Zigarette, die sie neulich sogar mitnahm, als es für einige Tage ins Krankenhaus ging.

Und während die Tabakjünger mehrmals täglich ihren Pilgergang nach draußen zum Abdach antraten, blieb sie einfach im Bett liegen, drückte bisweilen auf den Knopf und inhalierte die mit Kirscharoma versetzte und in der E-Zigarette verdampfte Flüssigkeit, das so genannte Liquid.

Ob das in diesem Krankenhaus auch so praktiziert werden darf - groß gefragt hatte sie da niemanden. Und deshalb huschte ihre Hand mit der E-Zigarette auch sicherheitshalber ganz flink unter die Bettdecke, als sich jetzt die Tür zur Visite öffnete. Der Chefarzt durchmaß schnüffelnd den Raum und fragte: „Was riecht das denn bei Ihnen so komisch?“ Der Bekannten wurde heiß. „Bei mir?“, fragte sie gedehnt und ließ mit unschuldigem Augenaufschlag hilfesuchend ihren Blick durchs Zimmer schweifen.

Die Rettung lag auf der Fensterbank: „Das müssen die Mandarinen dort sein“, meinte sie und wies mit dem Kopf zum Fenster. Der Chefarzt gab sich mit der Info zufrieden.

Das nun lässt auf eine gewisse Beliebigkeit des Kirscharomas im Liquid schließen. Andererseits: Nicht jede Koryphäe auf medizinischem Gebiet ist automatisch auch eine große Nase...

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