„Interessante Denkanstöße“ für Wickedes Entwicklungs-Perspektiven

Freuen sich über die Denkanstöße des frisch examinierten Raumplaners Johannes Korte (Mitte): Dr. Martin Michalzik, Bürgermeister, und FDP-Fraktionsvorsitzende Christa Lenz, deren Fraktion Korte als sachkundiger Bürger angehört. - Foto: Lenz

Wickede - Sollen sprudelnde Fontänen den Marktplatz beleben? Lässt sich das Lanferbachtal mit einer Streuobstwiese ökologisch aufwerten und als Verweilort reizvoller gestalten? Braucht es neue Verbindungen von Ort und Fluss? Johannes Korte hat diese und weitere Ideen in seiner Master- und Abschlussarbeit im Studium des Städtebaus an der Technischen Hochschule Köln aufbereitet.

Korte arbeitet seit einigen Jahren als sachkundiger Bürger für die FDP-Fraktion im Gemeinderat mit: „Da war es für mich besonders interessant, Stärken und Schwächen der eigenen Heimatgemeinde sowie Chancen und Risiken der Zukunftsentwicklung einmal wissenschaftlich in den Blick zu nehmen“, so der 25-jährige Akademiker.

„Dies ist mit praktischem Gewinn für Wickede (Ruhr) gut gelungen“, ist Wickedes Bürgermeister Dr. Martin Michalzik überzeugt. Die Situationsbeschreibung und die Handlungsvorschläge, die Korte mit seinen Examens-Eckpunkten für ein städtebauliches Konzept mache, „kommen zum passenden Zeitpunkt. Zum einen mit Blick auf das Leader-Programm. Zum anderen, da wir Anfang 2017 in der Ruhrgemeinde die Arbeit für einen Zukunftsplan für Wickede (Ruhr) starten werden, der bis 2025 und darüber hinaus reichen soll“, so Michalzik.

In der Ratspolitik wird darüber bereits seit längerem als „Masterplan“ diskutiert. Konkret geht es fachlich um ein „Integriertes kommunales Entwicklungskonzept“ (IKEK) für Kommunen in NRW. Dazu nimmt bald ein Dortmunder Fachbüro die Gemeinde gründlich unter die Lupe. Es erarbeitet mit den Bürgern, mit Verwaltung sowie Gemeinderat Vorschläge, wie heute schon erkennbare Probleme angepackt werden sollten. Dazu gehören u.a. die Generationenentwicklung, die Veränderungen im Einzelhandel, der Erneuerungsbedarf beim Bürgerhaus und manches mehr.

Ein solches Konzept ist aufwendig, aber aufgrund von Landes-Vorgaben notwendig, um für solche Vorhaben auch Fördergelder von Land und Bund zu bekommen. Insofern biete Kortes rund 90 Seiten starke Studie für interessierte Bürger genauso wie für die Mitglieder des Rates wissenswerte Fakten und diskussionswürdige Vorschläge, meint Bürgermeister Dr. Michalzik, „auch wenn sich der Blick aus Wissenschaft und Planung meistens nicht 1:1 in Wirklichkeit umsetzen lässt“.

In Kortes Gemeindeanalyse wird auch sehr anschaulich gemacht, wie stark die Einschränkungen sind, die für die Gemeindeentwicklung Wickedes durch Natur- und Landschaftsrecht und Wasserschutzgebiete sind. Seine Ideen für die Zukunft ordnet Korte vier Handlungsfeldern zu. Dabei spielt die Aufwertung der Ruhr und anderer Gewässer vor Ort eine zentrale Rolle.

Hinzu kommen die Entwicklung der Ortsmitte, die Aufwertung örtlicher Grünflächen und das soziale Miteinander. Nachlesen lassen sich die Impulse des jungen Raumplaners, der bereits eine Festanstellung bei einem großen Bielefelder Büro gefunden hat, jetzt online. Die Abschlussarbeit ist unter dem Titel „Wickede (Ruhr): Eine Gemeinde wächst (weiter) zusammen“ jetzt auf der Homepage der Gemeinde im Internet abrufbar (www.wickede.de).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare