Am Rande 

Modisch am Mülleimer

Barmherzigkeit in Reinform - das durfte die Wickederin beim Café-Besuch in der Metropole erfahren. Vor die Freude aber setzt das Schicksal den Schock. Nach dem entspannenden Aufenthalt bei Kaffee und Törtchen nämlich folgte der Schrecken: „Mein Portemonnaie ist weg“.

Ganz offensichtlich war die Wickederin Opfer eines Verbrechens geworden. Nach vergeblicher Recherche im Café ging’s nach draußen auf die Straße - bezahlen musste die Freundin. 

Weil man weiß, dass der durchschnittliche Langfinger nur Bares will, nicht aber belastende fremde Ausweise, Scheckkarten, etc., klapperte sie entlang des Gehweges jede private Mülltonne und jeden öffentlichen Abfalleimer ab. 

Und da passierte es: Plötzlich tippte ihr ein Fremder auf die Schulter und streckte ihr eine leere Pfandflasche hin. Und das, obwohl sie in puncto Kleidung mit Blüschen, schicker Hose und stylischen Schuhen alles andere als im Tippelbruder-Look auf Tour war. Immerhin schaffte sie es, ihrer Verblüffung noch eine Nuance Dankbarkeit anzufügen. 

Dann war der edle Spender auch schon wieder weg; möglicherweise beflügelt vom Erlebnis selbst praktizierter Nächstenliebe, sicher aber wohl mit der Erkenntnis, dass man den sozialen Abstieg heutzutage längst nicht mehr an der Garderobe ablesen kann...

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