Wahl in Wickede

Beeindruckendes Wählerhonorar: Martin Michalzik holt 72 Prozent und bleibt Bürgermeister - Westermann enttäuscht

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Der überzeugend bestätigte Bürgermeister Martin Michalzik mit Ehefrau Martina und Tochter Vera.

Mit knapp 56 Prozent hatte Martin Michalzik vor sechs Jahren seine erste Wahl zum Bürgermeisteramt in Wickede gewonnen, bereits damals einigermaßen klar. Das Ergebnis, das Wickedes Ratschef allerdings am Sonntag einfuhr, ist nicht nur eine nüchterne Bestätigung seiner Arbeit in den vergangenen Jahren für die Gemeinde.

Wickede - Es ist vielmehr ein deutliches Zeichen der Anerkennung: Mit 72,1 Prozent honoriert das Wählervolk die bisherigen Leistungen Michalziks für seine Heimatgemeinde.

„Ich freue mich sehr über diese große Zustimmung“, gab der im Amt bestätigte Bürgermeister nach Bekanntgabe der Zahlen zu erkennen. Seite an Seite mit Ehefrau Martina und Tochter Vera hatte der Rathauschef die letzte Auszählung am großen Bildschirm im Bürgerhaus abgewartet. Aber es wäre nicht Michalzik, wenn er seiner ersten freudigen Aussage zum Wahlergebnis nicht noch einen zweiten Satz anfügen würde: „Heute freue ich mich, und morgen wird wieder gearbeitet.“ 

Freude mit der Partei

„Ich freue mich natürlich auch mit meiner Partei, der CDU, dass wir noch einmal haben zulegen können – soweit ich weiß, sogar gegen den Landestrend. Ich glaube auch, das zeigt, dass wir hier als Team gut aufgestellt sind.“ Diesen Teamgedanken will Michalzik übrigens auch über die Parteigrenzen hin-aus verstanden wissen. „Mir ist auch wichtig, dass wir ungeachtet dieses Erfolges weiterhin im Rat eine gute Gemeinsamkeit mit möglichst allen Fraktionen pflegen.“ 

Inga Westermann konnte und wollte ihre Gefühle am Wahlabend nicht verhehlen – und sie hat auch allen Grund dazu, denn sowohl ihr Vorstoß als Bürgermeisterkandidatin als auch das Ergebnis für die Partei auf Ortsebene waren enttäuschend: „Das Ergebnis tut weh.“ 

Hier verfolgen Sie die ganze Entwicklung

Westermann gibt offen zu, dass sie sich selbst gegen einen starken Martin Michalzik mehr als die knapp 28 Prozent erwartet hätte. Und natürlich kann die Ratsfrau und Parteivorsitzende der Sozialdemokraten auch nicht mit dem Ergebnis ihrer Partei zufrieden sein, die immerhin drei von zehn Sitzen im Parlament abgab, damit sogar noch unter das Ergebnis vor der vergangenen Kommunalwahl rutschte. Damals zeigte sich die SPD zuversichtlich, mit dem Zugewinn auf zehn Stimmen marschiere die Partei in Wickede wieder in Richtung alter Stärke. 

Nur ein SPD-Direktkandidat

Nur einer der Direktkandidaten der SPD konnte sich in seinem Wahlbezirk gegen die übermächtige CDU behaupten: Norbert Spieth im Wahlbezirk IV (Engelhardschule Neubau) gegen Carsten Rohe. In allen anderen Wahlbezirken holte sich die CDU das Direktmandat, bekam dort auch ihre jungen Kräfte wie Jan Wichmann oder Alexander Stute direkt durch.

 Während die BG ihr Ziel, die Ratspräsenz zu erweitern, nicht erreichte und bei den drei Sitzen blieb, konnten FDP und Grüne jeweils ein Mandat dazugewinnen. Drei mal drei heißt nun die Lösung. Grünenchef Lothar Kemmerzell freute sich besonders über die höchsten Quoten der kleinen Verfolger: in Wimbern 25,54 Prozent und in Wiehagen 19,08 Prozent.

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