Förderung

Land bewilligt  Millionen fürs Bürgerhaus

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Zentrale Stätte des Gemeindelebens: das modernisierungsbedürftige Bürgerhaus im Herzen Wickedes

Wickede – Das ist ein Pfund, mit dem die Gemeinde bei der notwendigen Sanierung und Modernisierung des Bürgerhauses ein gutes Stück vorankommt: Das Land gibt aus der Städtebauförderung und dem Investitionspaket „Soziale Integration im Quartier“ insgesamt 3,144 Mio. Euro dazu.

Der offizielle Bewilligungsbescheid werde in Kürze dem Rathaus zugestellt, erläuterte CDU-Landtagsabgeordnete Heinrich Frieling, der die freudige Nachricht überbrachte. 

„Angesichts der derzeit schwierigen Lage ist die Städtebauförderung ein richtiges und wichtiges Zeichen, dass das Land und der Bund an der Seite der Kommunen in unserem Land stehen. Mit den Mitteln kann Wickede nun bereits etwas in die Zukunft blicken. Gleichzeitig freue ich mich sehr über die Förderzusage, weil sie auch ein wichtiges Zeichen an unsere Partner in der Wirtschaft und insbesondere an das Handwerk ist und eine Perspektive für die Zeit nach der Corona-Krise eröffnet“, sagte der heimische Landtagsabgeordnete bei Übermittlung der guten Nachricht.

Zur Perspektive, was mit dieser Förderung und dem zehnprozentigen Eigenanteil der Kommune in einem ersten Schritt zu leisten ist, erinnert das Rathaus daran, dass insbesondere die Außenhülle des 1978 errichteten Gebäudes grundlegende Reparaturen erfordere.

„Undichtigkeiten im Dach haben bereits Veranstaltungen beeinträchtigt, ebenso müssen die Fensteranlagen erneuert werden, auch aus energetischen Gründen.“ Innen seien unter anderem die Schiebewände verschlissen und Teile der Bühnenausstattung und elektrischen Anlagen überholungsbedürftig. 

„Auch neue Brandschutzauflagen sind zu berücksichtigen.“ Die zuletzt aufgetretenen Probleme bei Veranstaltungen an sehr heißen Tagen werfen zudem die Frage einer Kühlanlage auf, die es bislang nicht gibt. 

Selbst wenn eine solche Anlage mit dem jetzigen Fördervolumen nicht abgedeckt werden könnte, müssten die notwendigen Vorkehrungen bereits berücksichtigt werden, sagt der Bürgermeister. 

Üblicherweise werden solche Anlage heute auf den Dächern stationiert, wäre dies also bei Erneuerung der Dachhaut einzuplanen. Die Notwendigkeit einer Kühlung war durch die extremen klimatischen Verhältnisse im Saal in der Vergangenheit mehrfach bestätigt worden. Zudem dürften die Sommer in den kommenden Jahren eher noch wärmer denn kühler werden.

Im Mai 2019 hatten sich die Gruppen und Organisationen, die das Haus regelmäßig benutzen, zusammen mit dem Gemeinderat einen Eindruck der Problemfelder verschafft. 

Im September beschloss der Gemeinderat, eine Förderung für alle Maßnahmen zu beantragen, die dem Objekt gut tun würden, um es für die nächsten Jahrzehnte optimal aufzustellen. ,,Auf rund 6 Millionen Euro Kosten summierten sich alle Maßnahmen“, so Bürgermeister Martin Michalzik. 

Zu der jetzt bewilligten Summe führt er aus: „Uns allen war bewusst, dass es eine Maximalförderung von 90 Prozent für diesen gewaltigen Betrag nicht geben würde, aber es war natürlich vernünftig, alle sinnvollen Maßnahmen in einen Überblick zu bringen und über alles einen Förderantrag zu stellen. Eine Landesförderung von über 3 Mio. Euro ist ein großer Erfolg dieser Vorgehensweise, weil wir damit sicher die unbedingt bald notwendigen Schritte mit einem gewaltigen Anteil Landesgeld anpacken und bezahlen können.“ 

Die Planungen dafür laufen. Ziel ist, eine Modernisierung ab dem Sommer 2021 umzusetzen. Ob und wie sehr dieser Plan nun durch Corona verzögert wird, bleibe abzuwarten. 

„Mein Wunsch ist, noch vor den Sommerferien eine umfassende Information und Beteiligung für die Nutzer und Bürger zu bieten, was wir mit der Finanzierung konkret gestalten werden und wo und wie sich das Bürgerhaus damit auch im Bild nach außen und innen deutlich verändern könnte“, so der Bürgermeister.

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