Mittelalter-Vatikan

Pfarrgemeinde wirft Papst Ausgrenzung vor

Papst Franziskus leidet an Ischiasbeschwerden.
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Papst Franziskus.

Klare Kritik der katholischen Kirchengemeinde vor Ort am Vatikan: Mit Unverständnis und Fassungslosigkeit habe man das Verbot Roms zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare zur Kenntnis genommen.

Wickede - Dadurch gehe „einmal mehr von der Institution Kirche eine Botschaft der Ausgrenzung“ aus, schreiben Pfarrer Thomas Metten, Diakon Eugen Frankenberg und Gemeindereferentin Annette Albrecht sowie die PGR-Vertreter Helmut Rubarth, Ute Deux, Marianne Peters und Felicitas Vollmer im neuen Pfarrbrief.

Niemand habe das Recht, Gottes Segen zu verweigern. Dass sich Schwule und Lesben durch Rom „in ihrer Würde verletzt“ und nicht verstanden fühlen, bedaure man zutiefst. Im Gegensatz zum Vatikan werde man vor Ort „Menschen mit einer gleichgeschlechtlichen Identität willkommen heißen und ihnen zuhören“.

„Miteinander“: Der Name ist Programm - dem Vatikan hingegen wird die Kirchengemeinde im jüngsten Pfarrbrief Ausgrenzung vor.

Die Stellungnahme wirft dem Vatikan nicht zuletzt eine Schuld dafür vor, dass „viele Menschen der Kirche enttäuscht und empört den Rücken zuwenden“.

Die Haltung des Vatikan erinnert offenbar an tiefstes Mittelalter, wenn es in der Stellungnahme heißt, dass in Rom „die gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse“ nicht anerkannt und nicht zumindest ein gleichgeschlechtliches Zusammenleben gesegnet werden kann.

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