Kommunalwahlen 2020

Erste weibliche Kandidatin: Sie will Bürgermeisterin von Wickede werden

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Mit diesem Foto hat Inga Westermann die Mitteilung über ihre Kandidatur zum Bürgermeister-Amt illustriert: Die 38-Jährige möchte bei der Bürgermeisterwahl 2020 ihren Hut für die SPD in den Ring werfen - vor Ort die erste weibliche Bewerbung um dieses Amt.

Wickede – „Ich habe mich entschieden, am 13. September für das Amt der hauptamtlichen Bürgermeisterin meiner Heimatgemeinde zu kandidieren. Der Vorstand der SPD Wickede hat mich einstimmig nominiert“, das hat SPD-Vorsitzende Inga Westermann am Mittwoch angekündigt.

Zur Mitteilung bezüglich ihrer Kandidatur, die vorbehaltlich der Zustimmung des Ortsvereins gelte,    erläuterte die amtierende SPD-Vorsitzende: „Es war Johannes Rau, der in seiner letzten Berliner Rede über Vertrauen und Verantwortung gesprochen hat. Gerade in Zeiten, in denen unsere Demokratie angegriffen wird, empfinde ich dies als umso wichtiger. Mir ist soziale und ökologische Verantwortung wichtig und diese möchte ich für Wickede (Ruhr) übernehmen“. Dafür sei sie „gerne bereit, um die besten Lösungen zu streiten – auf Augenhöhe und mit gegenseitiger Wertschätzung“. 

Die 38-jährige Inga Westermann engagiert sich seit Jahren in der Kommunalpolitik, war ehedem Vorsitzende der heimischen Jusos, ist seit 2014 Mitglied des Gemeinderates und übernahm 2016 den Vorsitz des SPD-Ortsvereins als Nachfolgerin von Helmut Bäcker. Die Kauffrau für Marketingkommunikation wohnt im Eichendorffring, ist geschieden und arbeitet im Import eines Arnsberger Unternehmens.

Lange Tradition

Mit ihrer Kandidatur setzt die heimische SPD-Chefin die Tradition früherer Genossen des Ortsvereins fort, allein schon aus Gründen der demokratischen Raison in jedem Fall bei den heimischen Bürgermeister-Wahlen einen Kandidaten zu stellen - immerhin als erste weibliche Bewerbung um dieses Amt in der Geschichte der Gemeinde. 

Helmut Bäcker hatte dies dreimal hintereinander durchexerziert. 1999 waren er und der Kandidat vom Wickeder Forum, Rolf Landmann, gegen den parteilosen Jakob Martens unterlegen, 2004 verloren Bäcker und Martens gegen CDU-Kandidat Hermann Arndt, 2009 unterlag Bäcker erneut gegen Arndt. 

Nachdem er diese für die Genossen demokratische Pflichtübung als Kandidat der SPD dreimal durchexerziert  hatte, trat 2014 Engelbert Gurka für die SPD an. Doch weder er noch Cajus Crachus Steffen für die BG hatten gegen Dr. Martin Michalzik eine Chance, der gleich im ersten Anlauf mit knapp 56 Prozent die Wahl für sich entschied. 

Jetzt also tritt Inga Westermann an und sieht sich der zweiten Kandidatur von Martin Michalzik gegenüber, die dieser bereits bekannt gegeben hat. 

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