Nach Attacke auf Schafherde: Hundehalterin meldet sich

Üblicherweise eine zuverlässige Einfriedung für die Herde: der Elektrozaun, der im vorliegenden Fall aber beim Eindringen des Hundes niedergerissen wurde -  Foto: Pieper

Wickede - Die Hundehalterin, deren Vierbeiner am Mittwoch in die Schafherde am Haarweg eingefallen war, hat sich am Donnerstag bei der Schäferei Pieper gemeldet, um für den Schaden aufzukommen. Ihre beiden Hunde seien angeleint gewesen, einer der beiden hab sich aber von der Leine lösen können und sei dann zwischen die Schafe gelaufen.

Bei den Bemühungen, ihren Vierbeiner wieder an die Leine zu bekommen, habe sie das tatsächliche Ausmaß der Schäden nicht wahrgenommen, so die Wickederin, die gegenüber Schäfer Thomas Pieper bekundete, in vollem Umfang für den entstandenen Schaden aufzukommen.

Der Verlust von Tieren, die Tierarztkosten - der Schaden könnte durchaus vierstellig werden und ist derzeit möglicherweise noch nicht endgültig absehbar, so der Schäfer. So habe sich die Befürchtung bezüglich der Folgen dieser Stressattacke für die trächtigen Tiere in einem Fall bereits bewahrheitet: In der Nacht hatte es eine Totgeburt gegeben. Ob dieses Schicksal noch weitere Jungtiere ereilt, wird wohl erst bekannt sein, wenn alle trächtigen Tiere gelammt haben.

Zum Thema Anleinpflicht erläuterte das Ordnungsamt, dass Hunde innerhalb bebauter Ortslagen grundsätzlich anzuleinen sind. Außerhalb bebauter Ortslagen wie etwa auf Feldwegen kann ein Vierbeiner von der Leine gelassen werden, muss aber im Einwirkbereich des Halters bleiben und ist bei Annäherung anderer Personen, Radler, Kfz, etc. sofort anzuleinen. Zudem gelte gegenwärtig und noch bis zum 31. Juli eine generelle Anleinpflicht für Hunde in allen Naturschutz- und Vogelschutzgebieten. Wer wissen möchte, welche Strecken im Gemeindegebiet von dieser Verordnung erfasst sind, findet die zugehörige Karte auf der Homepage der Gemeinde.

Kommt es nicht zu einer privaten Einigung, kann bei solchen Vorfällen auch eine Anzeige wegen Sachbeschädigung die Folge sein. Ferner müssen Hundehalter mit einer behördlichen Überprüfung rechnen, bei der sich Kommune bzw. Veterinäramt das Tier vorführen lassen, um z.B. über die Anordnung einer Maulkorbpflicht zu entscheiden.

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