Internet-Perspektiven 

Glasfaser in Wimbern ohne Telekom

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Wenn Wimbern demnächst ans Glasfasernetz kommt, steht – Stand jetzt – die Telekom nicht als Anbieter zur Verfügung.

Wimbern – Wenn es im Ortsteil Wimbern bisher um die künftigen Glasfaseranschlüsse ging, war in puncto Anbieter nicht selten eine Vorliebe für die Telekom zu erkennen, deren Kunde man gerne werden oder eher noch bleiben wolle. Die Telekom aber wird nach gegenwärtigem Stand nicht über den Glasfaseranschluss zu bekommen sein.

„Der Teufel steckt im Detail“, erläutert dazu Telekom-Sprecher George McKinney, warum sein Unternehmen aktuell nicht in der Lage ist, Glasfaser bis zum Haus (Fiber to the home - FTTH) zu bedienen. Es sind demnach technische Gründe, die den privatisierten Erben des Gelben Riesen davon abhalten, in Wimbern als Internet-Anbieter aufzutreten. 

Wie vielfach berichtet, konzentrierte sich die Telekom seit Jahren auf die FTTC-Technologie. Die Abkürzung steht für „Fiber to the curb“, und heißt so viel wie „Glasfaser bis zum Kabelverzweiger“. Von dort kommt das Signal dann wie bisher über Kupfer in die Häuser. 

Mit dem Glasfaser-Signal in Wimbern aber direkt aufs Grundstück und in die Hausverteilung aber – „damit können wir im Moment noch nicht dienen“, so der Telekom-Sprecher.

Und deshalb ist vorerst auch nicht zu erwarten, dass der Wunsch nach einem Vertrag mit der Telekom, wie er immer wieder in Wimbern genannt wird, bei den künftig möglichen Glasfaseranschlüssen zum Tragen kommt.

Auch mit anderen Anbietern hat es für Privatkunden nach wie vor keinen Vertrag gegeben, obwohl „innogy“ als Netzbetreiber seine Leitungen allen interessierten Anbietern zur Verfügung stellen muss – „open access“ lautet dafür das Stichwort. Sicher ist bislang lediglich, dass zumindest ein Anbieter zur Verfügung steht, wenn ab Ende 2020 das schnelle Internet nach Wimbern kommt: TelNet als Partner des Versorgungsunternehmens „innogy“. 

Gegenwärtig aber geht es in Wimbern nicht in erster Linie um den Anbieter, derzeit geht es erst einmal darum, in den Häusern rein technisch die Möglichkeit zu schaffen, ab etwa Ende 2020 an das schnelle Internet per Glasfaser angeschlossen zu werden. Das setzt gegenwärtig den Abschluss einer „Grundstückseigentümererklärung“ voraus, mit der man die Verlegung der Leitung auf seinem Privatgelände absegnet. Das kostet nichts, eröffnet aber die Möglichkeit, später ohne weitere Baukosten einen Anschluss bestellen zu können. 

178 private und 44 gewerbliche Kunden umfasst der öffentlich geförderte Glasfaserausbau im Ortsteil Wimbern. Für mehr als 50 Prozent liegen mittlerweile die Grundstückseigentümererklärungen vor (Informationen unter innogy-highspeed.com/ kreis-soerst).

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