Einschulung 2020/21

Freie Schulwahl auf dem Prüfstand

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Die Einschulung ist immer ein besonderer Tag - für den Jahrgang 2020/01 wird die Gemeinde möglicherweise in die freie Schulwahl der Eltern eingreifen, um ein Ungleichgewicht bei der Auslastung des neuen ersten Jahrgangs an den beiden Grundschulen auszugleichen.

Wickede – Die Gemeinde denkt über die Möglichkeit nach, als Schulträger bei den Anmeldungen zum nächsten ersten Schuljahr steuernd einzugreifen. In einigen Wochen könne man beurteilen, ob und wie stark das Neubaugebiet „An der Chaussee“ eine stärkere Nachfrage für die Melanchthonschule bewirkt. Dann würden „nötigenfalls auch Lenkungsentscheidungen zusammen mit Schulaufsicht und Schulleitungen getroffen“, so die zuständige Fachbereichsleiterin Susanne Modler.

Überlegt werde dies  insbesondere auch deshalb, um den wachsenden Wünschen nach Ganztagsbetreuung in den kommenden Jahren gut gerecht werden zu können. Mit ihrer Erklärung reagierte die Verwaltung am Freitag auf die Anzeiger- Berichterstattung über ein zu erwartendes Ungleichgewicht bei den Anmeldungen an den Grundschulen vom Donnerstag („15 Kinder pro Klasse Minimum“).

Das Rathaus bestätigt, dass für den nächsten ersten Jahrgang 88 schulpflichtige Kinder erfasst worden seien. „Davon haben sich 20 Prozent der Eltern bislang noch nicht mit ihrer Entscheidung bei der Gemeindeverwaltung gemeldet, eine für diesen Zeitpunkt noch außergewöhnlich hohe Zahl“, so Fachbereichsleiterin Susanne Modler.

Sie bestätigte zudem, dass unter anderem auch noch Entscheidungen über mögliche sonderpädagogische Förderungen ausstehen. Überdies könnten Kinder auch in umliegenden Orten angemeldet werden. Dann benötige die Gemeindeverwaltung jedoch eine Rückmeldung.

„Die Eltern, die ihre Kinder noch nicht angemeldet haben, wurden von der Gemeinde noch einmal darum gebeten, die Anmeldung an einer Grundschule schnellstmöglich vorzunehmen“, so Susanne Modler. 

Nachdem die Eltern der ab Sommer schulpflichtigen Kinder in der Vorwoche zur Anmeldung an den Grundschulen eingeladen waren, wies die Gemeinde jetzt darauf hin, dass die gesetzlich festgelegte Frist endgültig erst am 15. November abläuft.

„Erst dann steht fest, wie sich die Anmeldungen auf die beiden Grundschulen zum kommenden Einschulungsjahr 2020/2021 verteilen“.

Das Gros der Anmeldungen war aber nach der Einladung des Schulträgers bereits an den drei Tagen zu Beginn der Vorwoche hereingekommen. Bei der Frage nach einem Trend zur Verteilung der Schülerzahl auf die beiden Grundschulen hatte sich die Kommune sehr zurückhaltend gezeigt. 

Vor dem Hintergrund des sich in den vergangenen Jahren immer deutlicher abzeichnenden Trends eines Ungleichgewichtes mit Faktoren wie etwa Siedlungsentwicklungen hatte unsere Zeitung daraufhin die Möglichkeit hinterfragt, inwiefern der Schulträger korrigierend in die freie Schulwahl eingreifen wird.

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