Restauration

Freibadkiosk serviert auch am Törchen

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Die neue „Außengastronomie“ am Freibad-Kiosk: Nicht nur auf dem Gelände des Freibades, sondern auch hinterm Törchen und zum Mitnehmen gibt's das Angebot.

Wickede – Schlag vor die Stirn: „Dass wir da nicht eher drauf gekommen sind!“ Aber es brauchte wohl Corona, um aus der Not eine Tugend zu machen und dem Freibad-Kiosk neben den 28 Plätzen innerhalb der Anlage auch eine kleine „Außengastronomie“ jenseits des Zaunes angedeihen zu lassen.

Die Idee kam, als eine Freibadbesucherin bei Pächterin Maike Geisen etwas zu essen bestellte. Da war es aber schon 13.20 Uhr. Und um 13.30 Uhr musste sie wegen der coronabedingt eingerichteten Schwimmzeiten das Bad verlassen. 

Weil sie aber nicht auf ihren leckeren Imbiss verzichten wollte, wurde hinterm Törchen kurzerhand einen Bierzelt-Garnitur aufgestellt, und die Besucherin konnte dort in aller Ruhe genießen.

In den wenigen Tagen, die das neue Angebot läuft, hat sich dessen Leistungsfähigkeit gezeigt. Als jetzt fünf, sechs Besucher vorbestellt hatten, stießen schnell weitere Gäste zu der kleinen Gesellschaft hinzu. „Das waren zwischendurch bis zu 20 Leute“, berichtet Maike Geisen. 

Im Wickeder Rathaus freut man sich, dass die neue Option angenommen wird und die Kiosk-Pächterin eine weitere Möglichkeit bekommt, in denkbar knappen Corona-Zeiten wenigstens etwas Umsatz zu generieren.

Bereits innerhalb des Bades nutzt die Verwaltung alle Möglichkeiten, um den Besuch des Kiosks zu fördern, den Pächterin Maike Geisen „Ahoi an der Ruhr“ getauft hat.

So werden etwa Fahrradwanderer, die nicht schwimmen wollen, aber das Gastro-Angebot im Freibad nutzen möchten, kostenlos eingelassen. Das Personal bietet sogar an, Rucksäcke und Gepäck sicher unterzustellen. 

Ein ähnlicher Service wird für die Wohnmobilisten geboten, die die Stellflächen am Obergraben recht rege nutzen. Ihnen bietet die Kommune ohnehin die kostenfreie Nutzung von Duschen und Toiletten zu der Öffnungszeiten des Freibads an, obgleich die Besucher oft genug dann auch schwimmen gehen und wie selbstverständlich Eintritt zahlen. 

In Zeiten der Online-Buchung geht das per QR-Code im Freibad, über den man mithilfe des Handys im nächsten Moment ein Ticket gebucht hat. 

Ganz gleich ob nun innerhalb des Bades oder außen am Törchen: Die Vielfalt der Küche von Maike Geisen hat sich inzwischen herumgesprochen. Mal sind es die hausgemachten Kuchen und Torten zum Kaffee, mal die Imbiss-Palette von Pommes bis Nackensteak wegen der das „Ahoi an der Ruhr“ gezielt angesteuert wird. 

Zudem nimmt der kleine Gastro-Betrieb auch Bestellungen entgegen, die dann außen abgeholt werden können, ohne erst das Freibad-Gelände betreten zu müssen, Infos dazu bietet die Pächterin auf ihrer Facebookseite unter „Ahoi an der Ruhr“. 

Mit den zusätzlichen Möglichkeiten hofft Maike Geisen nicht zuletzt, dass ihre Aktionen und kleinen Highlights auf dem Speiseplan mehr Resonanz finden. Am kommenden Wochenende etwa stehen frisch zubereitete Burger-Spezialitäten im Mittelpunkt.

Unterm Strich erreicht die neue Chefin der Freibad-Gastronomie so vielleicht noch eine versöhnliche Zwischenbilanz. Denn ohne Zweifel hat die Pandemie schwer ins Geschäft gefunkt. Hinzu kommt in diesem Sommer eine eher durchwachsene Witterung, so dass die Umsätze wohl weit hinter den Möglichkeiten einer üblichen Freibad-Saison zurückbleiben.

Geöffnet ist täglich Dennoch: Selbst an Regentagen ist Maike Geisen in der Kernzeit von 11 bis 18 Uhr den Tag über vor Ort, wartet dann zwar oft auf Gäste, hält aber immerhin durchgehend ein Angebot sowohl für Badbesucher als auch für Zaungäste am Törchen bereit.

Um die Leistungsfähigkeit an besonders guten Tagen müsse man sich keine Sorgen machen, versichert die 28-Jährige. Wenn’s brummt, würden das Kiosk-Team und die Öffnungszeit entsprechend ausgeweitet. 

Während sich Gäste derzeit per Klingel bemerkbar machen können, bleibe bei Hochbetrieb auch die Tür zur „Außengastronomie“ geöffnet.

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