Wickede und Echthausen sollen schnelles Internet bekommen

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Einen Schritt in ein neues „Datenzeitalter“ machten gestern Vertreter von Gemeinde, Politik und dem Unternehmen „Deutsche Glasfaser“ mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags für schnelles Internet.

Wickede - Der Weg für schnelles Internet in Echthausen, Wickede und dem Gewerbegebiet „Westerhaar“ ist frei – gestern unterschrieb Bürgermeister Dr. Martin Michalzik im Rathaus den Kooperationsvertrag zwischen Gemeinde und dem Unternehmen „Deutsche Glasfaser“. Jetzt liegt es an der Bevölkerung, das Projekt endgültig umzusetzen.

Denn mindestens 40 Prozent müssen bei der Nachfragebündelung erreicht werden, damit schnelles Internet in Wickede und Echthausen Einzug erhält. Beim „schnellen Internet“ handelt es sich konkret um folgendes: Statt wie bisher nur 2 Megabit soll der Glasfaseranschluss dafür sorgen, dass in Echthausen mit rund 100 Megabit gesurft werden kann. „Datentechnisch ist Echthausen mit dem Kinderfahrrad unterwegs“, machte Bürgermeister Dr. Martin Michalzik deutlich, wie es um das Internet in dem Ortsteil steht.

Ingo Teimann, Regionalmanager der Deutschen Glasfaser, sprach vor Presse und Fraktionsvertretern, die sich allesamt für den Kooperationsvertrag aussprachen, über die Vorteile des flotteren Internets. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir die benötigte Nachfrage erreichen und die Echthauser und Wickeder davon überzeugen können, welche Möglichkeiten dieser Infrastrukturausbau mit sich zieht“, so Teimann. Ab dem 16. März finden in Echthausen Infogespräche statt, bei denen Vertreter des Unternehmens „Deutsche Glasfaser“ die Bewohner über das Angebot beraten. Sieben Wochen läuft dann die Nachfragebündelung, anschließend findet die Aktion zwölf Wochen lang in Wickede statt. Informationen zum Glasfasernetz gibt es im Rathaus. Wenn die mindestens 40 Prozent jeweils erreicht werden, könnte der Ausbau bereits gegen Ende des Sommers beginnen, sagt Ingo Teimann auf Anzeiger-Nachfrage. Für die Bauarbeiten werden Straßen rund 30 Zentimeter tief aufgerissen und die Glasfaser inklusive Hausanschluss verlegt. Eine Fertigstellung könnte Ende 2018 erfolgen.

Bürgermeister Dr. Martin Michalzik hofft auf den Zuspruch der Bürger. „Wer schnelles Internet will, darf sich nicht auf seinen Nachbarn verlassen, sondern muss selbst aktiv werden und Interesse bekunden“, so der Verwaltungschef. Schnelle Datenleitungen, so Teimann, entscheiden heutzutage über die Attraktivität einer Gemeinde für Wohnen und Wirtschaft.

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