Renovierungsbedürftig

Hoffen auf Hilfe vom Land für das Bürgerhaus 

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Gut 40 Jahre nach der Eröffnung soll das Bürgerhaus für die nächsten Jahrzehnte fit gemacht werden.

Wickede - Die Renovierung des Bürgerhauses gleicht einer Dominoreihe: Ein Schritt löst automatisch den nächsten aus, macht man das Dach neu, drängen sich sofort die Fassaden auf, damit die Fenster und so weiter. Fazit im Rathaus: Wir gehen das Ganze in einem großen Akt an. Kosten geschätzt: 6,4 Mio. Euro brutto, erhoffter Förderanteil: 90 Prozent.

Das Rathaus wird dem Gemeinderat in der bevorstehenden Sitzung vorschlagen, die vielen notwendigen Schritte zur Sanierung in einem großen Kraftakt anzugehen. Als Förderung nutzen möchte man dabei das Programm „Soziale Integration im Quartier“ des Landes NRW. 

Bürgermeister Martin Michalzik sieht die Parameter und Voraussetzungen zur Aufnahme in dieses Programm für das Bürgerhaus gegeben. Wichtig ist aber die Zustimmung des Gemeinderates in seiner Sitzung am 1. Oktober und die Einplanung des Eigenanteils von rund 600 000 Euro im Haushalt 2020. 

Zögern Wickedes Politiker, könnte das durchaus ehrgeizige Renovierungskonzept platzen: Um den skizzierten Zeitplan nicht zu gefährden, muss bis 30. September der Förderantrag bei der Bezirksregierung vorliegen. 

Den zweiten Schritt hat die Gemeinde dann nicht in der Hand, nämlich dass Wickede bei Bewertung durch die Vergabeinstanzen auch eine Förderung zugesprochen wird. 

Sollte diese Hürde genommen sein, warten weitere Herausforderungen auf die Kommune. „Es sind noch erhebliche Vorbereitungen seitens der Gemeinde erforderlich“, skizzierte Bürgermeister Martin Michalzik am Freitag bei Präsentation des Konzeptes. 

Der weitere Zeitplan nach einem im Frühjahr 2020 erhofften Bewilligungsbescheid sieht nicht zuletzt vor, sich im Laufe des nächsten Jahres möglichst frühzeitig die notwendigen Fachunternehmen zu sichern.

2021 soll dann das Konzept umgesetzt werden. Geschätzte Bauzeit für alles zusammen: etwa ein halbes Jahr. Insofern gehören zu den Vorbereitungen vor allem Konzeptionen, wie der Bürgerhausbetrieb ausgelagert werden kann, um das Veranstaltungsleben der Kommune aufrecht zu erhalten – wenn auch mit sicher zu erwartenden Einschränkungen. 

Die Alternative zu diesem Konzept der Renovierung klingt wesentlich unattraktiver: Die einzelnen Schritte könnten dann nur Stück für Stück hintereinander umgesetzt werden, was zu jahrelangen Einschränkungen und erheblich höheren Kosten führen würde – „ein langer und mühsamer Weg“, so der Bürgermeister.

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