Waldweg

Baustopp verlangt und Behörden informiert 

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In dieser Woche hergerichtet: Der Weg zwischen Hövelstraße und „Im Winkel“ und die neue Verrohrung des Baches

Wickede – Die BG hat bei ihrem Kurs gegen den Themenkomplex Bike-Park und Anfahrt von Radlern durch den Hövelwald übergeordnete Behörden auf das Vorgehen der Verwaltung aufmerksam gemacht.

BG-Mitglied Ilse Prünte erreichte damit, dass die Gemeinde gegenüber dem Landesbetrieb Wald und Holz nun eine Wegebauanzeige einreichen muss und dass die Untere Naturschutzbehörde und die Untere Wasserbehörde beim Kreis Soest beteiligt werden. 

Auslöser war die Anzeiger-Berichterstattung in dieser Woche, derzufolge der seit jeher bestehende Fußweg zwischen der Hövelstraße und der Straße „Im Winkel“ vom Bauhof aufgearbeitet, mit einer Rohrbrücke über den Bach versehen und mit einem flachen Winkel an den Gehweg der Straße "Im Winkel" angebunden wird. 

„Ich habe nicht gewusst, dass das gemacht wird“, erklärte dazu am Donnerstag BG-Mitglied Ilse Prünte. Dem Gemeinderat sei das nicht bekannt gewesen.

Nach dem Anzeiger-Artikel am Dienstag habe ihr Fraktionschef Uwe Eder umgehend den Bürgermeister angeschrieben – mit der Forderung, die am Montag begonnene Maßnahme sofort zu stoppen, wie die Mail der BG an den Anzeiger erkennen lässt. 

Der Bürgermeister hatte daraufhin die Fraktionen über die Maßnahme informiert. Zudem hatte die Gemeinde die Herrichtung fortgesetzt, den seit Jahr und Tag bestehenden Weg durch den Wald in Treckerbreite freigeschoben, den Bachlauf im unteren Bereich verrohrt und die Trasse wie geplant an den Gehweg „Im Winkel“ angeschlossen.

In der Zwischenzeit schaltete Ilse Prünte Andreas Ernst vom Landesbetrieb Wald und Holz in Rüthen ein. Er war 2018 bei einem ersten Treffen zum Thema im Hövelwald dabei. 

Tenor des Anzeiger-Berichtes damals: „Bei der Frage der Nutzung für Geländefahrräder kommen verschiedene Faktoren zusammen. Zunächst einmal muss es sich um einen befestigten Weg handeln. Das ist bei dem seit Jahr und Tag genutzten Trampelpfad durch das abgeholzte Stück Hövelwald bereits gegeben. Deshalb kann dieser Weg nach Freiräumen, Neubepflanzung und Einzäunung der Pflanzgebiete eventuell schon 2019 offiziell freigegeben werden.“ 

Fotos an den Landesbetrieb geschickt 

Tatsächlich hatte sich das Herrichten des Weges bis zu dieser Woche verzögert, einen Zaun wird es wohl nicht geben, weil in diesem Bereich inzwischen die Naturverjüngung einer Aufforstung vorgezogen wird. 

Nachdem nun BG-Mitglied Ilse Prünte Fotos von den Arbeiten im Hövelwald an den Landesbetrieb Wald und Holz geschickt hatte, setzte sich deren Vertreter Andreas Ernst mit der Gemeinde Wickede in Verbindung. Die meldete sich auch sofort zurück. 

„Die Gemeinde wird vorsorglich des korrekten Vorgehens bezüglich der Maßnahmen eine Wegebauanzeige nach §6 LFoG NRW bei uns einreichen und wir werden entsprechend des vorgegebenen Verfahrens die Untere Naturschutzbehörde und Untere Wasserbehörde Kreis Soest beteiligen“, informierte der Landesbetrieb dann am Donnerstag Ilse Prünte. 

„Es geht um den Weg und die Verrohrung und darum, dass die Gemeinde etwas baut, was sie offiziell nicht kundgetan hat“, so die BG-Frau gegenüber dem Anzeiger.

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