Schock in der eigenen Wohnung

Bewohnerin überrascht Einbrecher

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Polizeistreife

Es ist der Horror, den jeder in seinen ureigensten vier Wänden fürchtet: Plötzlich steht da ein Einbrecher mitten in der Wohnung. So passiert einer Wickederin. Wenn sie den Mann das nächste Mal sieht, wird er wieder da stehen - diesmal aber vor dem Kadi.

Wickede - Zwei Angeklagte müssen sich in Kürze wegen der ihnen zur Last gelegten und in Wickede begangenen Taten vor dem Kadi verantworten. Für die beiden jungen Männer steht jeweils ein Verfahren nach Jugendstrafrecht an. In einem Fall handelt es sich um jenen 19-Jährigen Einbrecher.

Der Mann ohne festen Wohnsitz war im Oktober vergangenen Jahres in Wickede in eine Wohnung eingestiegen, hatte dort nur geringe Beute gemacht. Dann plötzlich stand die Wohnungsinhaberin vor ihm.

Bei allem Schock ging die Situation für die Frau noch glimpflich aus: Der fremde Eindringling nahm sie und sperrte sie kurzerhand ins Badezimmer, um sich dann aus dem Staub zu machen.

In Summe ergibt das den Vorwurf der Freiheitsberaubung in Tateinheit mit räuberischem Diebstahl und Wohnungseinbruchsdiebstahl. Kurz danach war er bei einer Fahndung mit Spürhund und Polizeihubschrauber in Wimbern in der Nähe des Heilig-Geist-Klosters festgenommen worden.

Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Ein genauer Verhandlungstermin vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichtes in Soest steht zwar noch nicht fest, allzu lange aber werde der Termin nicht auf sich warten lassen, da der junge Mann weiter in Haft sei und somit der Beschleunigungsgrundsatz gelte, erläuterte die Staatsanwaltschaft Arnsberg.

Im zweiten Fall hatte ein junger Wickeder die Fäuste sprechen lassen. Der zur Tatzeit 15-Jährige war im Vorjahr am Bahnhofsvorplatz auf einen Gleichaltrigen losgegangen und hatte den nach Faustschlägen zu Boden gegangenen Kontrahenten noch in den Rücken getreten.

Dass es die Justiz mit ihrem Vorwurf der Körperverletzung nicht bei einer schriftlichen Verwarnung belässt, sondern für 26. Februar eine (nicht öffentliche) mündliche Verhandlung vor dem Werler Amtsgericht angesetzt hat, lässt darauf schließen, dass der junge Mann bereits einschlägig in Erscheinung getreten ist.

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