Prozess

Betrunkene Wickederin beleidigte Polizistinnen

Wickede/Werl – Wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung hatte sich eine 36-jährige Frau aus Wickede am Donnerstag vor der Strafrichterin des Amtsgerichts Werl zu verantworten.

Am 16. Juni war sie gegen 22.45 Uhr alkoholisiert von einer Polizeistreife aufgegriffen worden. Die Angeklagte selbst hat an diesen Vorfall kaum noch Erinnerung. 

Dass sie sich heftig gegen die ihr angelegten Fesseln gewehrt, im Streifenwagen um sich getreten und zudem die Beamtinnen beleidigt und beschimpft hat – all dies ist aus der Erinnerung der Wickederin getilgt. Sie hatte einen Blutalkoholwert von 0,97 Promille.

 „Ich habe mich daheim mit Wodka betrunken – etwas, dass ich sonst fast niemals tue“, so die alleinerziehende Mutter eines 14-jährigen Mädchens. Sie sei einfach traurig und in desolater Verfassung gewesen, erklärte die nicht vorbestrafte Frau.

Auch von ihrer Drogenvergangenheit erzählte sie: Cannabis, Amphetamine und Opiate habe sie bis vor einigen Jahren konsumiert. Seit einer Drogentherapie vor drei Jahren sei sie davon jedoch los.

„Das ist aber auch ein Grund, warum ich in meinem erlernten Beruf als Altenpflegerin nicht mehr arbeite. Da kam ich zu leicht an Opiate“, so die Angeklagte, die nun eine Ausbildung als Ergotherapeutin anstrebt. 

Das Gericht zeigte sich geneigt, den Sachverhalt gegen die Ableistung von Sozialstunden einzustellen, sollte sich die Angeklagte bei den als Zeuginnen geladenen Polizistinnen entschuldigen.

Das tat sie umgehend. Sollte sie innerhalb der nächsten vier Monate 80 Sozialstunden ableisten, wird das Verfahren eingestellt.

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