Freizeit

Bald Boulebahn im Bauerpark

Wickede – Noch kann die Kugel nur virtuell und in Gedanken rollen, doch das Projekt einer Boule-Anlage im Bernhard-Bauer-Park nimmt jetzt konkret Gestalt an. 

Ein heimisches Bauunternehmen bereitet die Ballspielfläche vor, ehe dann der Bauhof die Feinarbeiten und die Gestaltung des Rahmens übernimmt. Dazu gehören auch Bänke. 

Mit dem im Dezember von allen Fraktionen beschlossenen Haushalt für 2020 wurden die Boule-Bahn und der Bike-Park am Freibad als lokale Projekte eingeplant, um mehr Spiel, Sport und Begegnung in Wickede möglich zu machen und als positiver Nebeneffekt die Gemeinde auch als touristische Station am Ruhrtal-Radweg aufzuwerten.

Der Ausbruch der Coronavirus-Pandemie führte dazu, dass die Umsetzung zunächst ausgesetzt wurde. So hatten es die Sprecher der Fraktionen mit dem Bürgermeister Ende März verabredet. 

„Nachdem nun Sport und Begegnung mit mehreren Menschen auf Abstand wieder erlaubt wurden, sind die Voraussetzungen gegeben, diese Projekte schrittweise anzugehen“, erläutert Bürgermeister Martin Michalzik. 

Das französische Boulespiel erfreut sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Bei dem gelassenen Wettkampf geht es darum, welche der rund 700 Gramm schweren Metallkugeln der Zielkugel, die Schweinchen genannt wird, auf der 15 Meter langen Bahn am nächsten kommen. 

Einen Koffer mit Kugelset für vier Teilnehmer hat der Bürgermeister jedenfalls schon bestellt, der zur Ausleihe kommen soll. Mit dem jungen Verein „Ruhrkugeln“ gibt es auch eine lokale Gruppe, die sich um diese Anlage und um Werbung für die gesellige Freizeitsportart kümmern möchte. 

Eine weitere Boule-Anlage im Gemeindegebiet plant der TuS Echthausen. Das im Waldstadion zwischen Fußballfläche und Beachvolleyballplatz vorgesehene Projekt war einer von 39 Anträgen für den „Leader“-Fördertopf „Regionalbudget“. 

Das neue Fördermodell mit dem Beinamen „Leader light“ soll Antragstellern schneller und unbürokratischer als bei größeren Projekten eine Förderung zwischen 3600 und 20 000 Euro ermöglichen. 

Ob Echthausens Projekt aber in der nächsten Runde zum Tragen kommt, bleibt abzuwarten. Denn die aus den fünf Leader-Kommunen Fröndenberg, Wickede, Ense, Werl und Welver eingereichten Anträge summierten sich auf eine Fördersumme von 450 000 Euro. Dabei sind für die aktuelle Runde nur 240 000 Euro im Topf. Daher galt es bei der jüngsten Zusammenkunft der Lokalen Arbeitsgruppe (LAG), eine Prioritätenliste zu entwerfen. 

Ersten Informationen zufolge nimmt der Antrag aus Echthausen auf Förderung einer Boule-Bahn eine obere Position auf der Reserveliste ein, würde also nachrücken, wenn aus dem Kreis der bewilligten Projekte etwas herausfällt.

Zur Vorbereitung dieser Entscheidung hatte Regionalmanager Timo Jäckel die Förderfähigkeit der einzelnen Anträge jeweils überprüft. Aus Wickede waren insgesamt fünf Anträge für die aktuelle Runde des Regionalbudgets gestellt worden, deren Fördersumme sich auf 63 400 Euro beläuft. 

Neben dem Boulebahn-Antrag des TuS Echthausen möchte der Freibad-Förderverein für die Badegäste eine barrierefreie, witterungsbeständige Umkleidekabine auf der Liegewiese errichten, die Kita „MiniMax“ möchte ihren Spielgerätepark erweitern, die Gemeinde plant eine Aufwertung des Spielgeländes im Meinerk zwischen der Fichtenstraße und der Bergkapelle, um hier ein Sandspielgelände mit Klettermöglichkeit zu errichten. Zudem gibt es Überlegungen, Flächen in der Ortsmitte mit Grafitti ansprechend zu gestalten. 

Nach der jüngsten Entscheidungsrunde will die Lokale Aktionsgruppe (LAG) in Kürze bekannt geben, welche Projekte in die Zuteilung gekommen und welche einstweilen auf der Reserveliste gelandet sind.

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