Verein zieht Jahresbilanz

Autistische Kinder fürs Leben versorgt wissen

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Arbeitsreiches erstes Jahr: der Vorstand des Vereins „Zuhause-Gut“ mit v.l. Vorsitzender Leonie Knapp, Jens Guddat, Karsten und Antje Voß und Andrea Schulte

Wickede – Ein Jahr ist der Verein nun aktiv. Und die Ergebnisse und Erfolge der zurückliegenden 12 Monate zeigen, dass die Mitglieder ein klar formuliertes Ziel haben – das Wohl ihrer Kinder nämlich, die mit einem ganz speziellen Handicap leben: Autismus.

Daher wundert es nicht, dass der Verein „Zuhause-Gut“ in seiner ersten Jahresversammlung eine ganz beachtliche Tätigkeitsbilanz vorzulegen hatte. Es geht darum, für die autistischen Kinder ein Heim zu schaffen, in dem sie wohnen, leben und arbeiten können. Eine Lebensperspektive, die auch dann trägt, wenn die Eltern älter werden und irgendwann nicht mehr sind. 

„Was wird später mit meinem autistischen Kind, wenn ich mich nicht mehr kümmern kann?“ – diese Sorge eint die Familien im Verein „Zuhause-Gut“. Ein Schutzraum, ein Heim ein gesicherter Ort für die ganz besonderen Bedürfnisse ihrer Kinder, Heranwachsenden und später Erwachsenen mit Autismus auf einem Anwesen, einem Hof oder Gut – das war der Grundgedanke, der auch zur Namensfindung führte „Zuhause-Gut“. 

Dieser Name ist mittlerweile in der Region schon gut bekannt. Unermüdlich warb der Verein in den vergangenen 12 Monaten für seine Sache. In Vorträgen von der kfd bis zum Lions-Club Neheim-Hüsten gelang es, das dringende Bedürfnis der Familien nach langfristiger Sicherheit für ihre Kinder darzustellen und um Unterstützung zu werben. 

Mit Erfolg. Die Gastgeber zeigten sich beeindruckt von den Zielen der Vereinsmitglieder für ihre Kinder – Bedürfnisse, die jedes Elternpaar nachvollziehen kann. So gelang es, binnen eines Jahres nicht nur die Idee des Vereins in die Region zu bringen, sondern auch etliche Spenden zusammen zu tragen.

Mit ebensolcher Tatkraft wurden begleitende Aufgaben angegangen. Eintrag ins Vereinsregister, Anerkennung der Gemeinnützigkeit, Konto, Versicherung, Homepage, Beitritt DPWV – diese und weitere Schritte wurden Schlag auf Schlag umgesetzt. 

Immer wichtig dabei: Die Gemeinschaft der Familien und ihrer autistischen Kinder. Aktionen wie der Ausflug in den Wildwald schweißten zusammen, Info-Stände wurden organisiert, der Waffelverkauf etwa bei der Einschulung der Hedwig-Dransfeld-Schule oder auch beim großen Werler Trödel am Krankenhaus machte den Verein noch mehr bekannt und half, weitere Spenden zu generieren. 

Die Zielstrebigkeit, mit der sich der Verein in einem Jahr eine funktionierende Struktur gab und mit der verschiedene Ansätze für den Weg zum Ziel aufgegriffen wurden, ermutigt die Mitgliederfamilien beim Blick in die Zukunft und hilft mehr und mehr, Potenziale zu erkennen. 

So wie der Verein aktuell mit einem Partner aus der Planungsbranche in Kontakt steht, um dem „Zuhause-Gut“ näher zu kommen. 

Vorstandswahlen gab es bei der ersten Jahresversammlung im Franziskus-Forum natürlich noch nicht, dafür aber eine erfreuliche Bilanz auf ein eindrucksvolles, erstes Jahr, das die Mitglieder zuversichtlich in die Zukunft schauen lässt.

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