A46/B7n: Die Verfechter des Lückenschlusses formieren sich

Hubert Nasse, Verkehrsminister Hendrik Wüst, Marlies und Hans Papencordt aus Menden-Schwitten, MdL Heinrich Frieling und Christel Vihrog von der BI ProA46 am Freitag in Hemer: Wüst verwies auch auf das „landesweite Bündnis für Mobilität, das wir Mitte Februar gegründet haben“. Es diene als ,Dach‘ für die regionalen Bündnisse, von denen Hemer das erste ist. - Foto: Schulte

Wickede/Hemer - „Wann ist der erste Spatenstich?“ - mit dieser Frage wurde am Freitag NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst ans Mikro gebeten. Vor rund 100 Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Kommunen der Region versicherte er im Grohe Technology Center in Hemer seine Unterstützung für den Lückenschluss der A46/B7n zwischen Hemer und Neheim. Das Projekt sei „eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen in Südwestfalen“, so Hendrik Wüst.

„Eigentlich ist in Hemer alles zu Ende“, hatte zunächst Meinolf Konert bewusst provokant am Rednerpult geäußert. Als Vertreter der gastgebenden Grohe AG begrüßte er die Interessengruppe, die sich jetzt mit neu gebündelter Kraft für den Lückenschluss einsetzen will.

Anders als die Autobahngegner, die für das anstehende Verfahren im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung noch einmal alle Optionen auf dem Tisch haben wollen, sehen die Autobahn-Befürworter diesen Prozess bewältigt. Als Ergebnis seien drei Alternativen ans Bundesverkehrsministerium gegeben worden: Netzlösung oder Lückenschluss komplett als Autobahn. Beides habe der Bund verworfen, sich aber für die Kombination von A46 und B7n ausgesprochen. Mit dieser städtebaulich und ökologisch besten Option gehe es jetzt ins Mediationsverfahren, das alle beteiligten Gruppen nutzen sollten, so Andreas Rother, Präsident der IHK-Arnsberg. Es dürfe jetzt nicht nicht mehr ohne Not über Alternativen diskutiert werden, die planerisch überhaupt nicht mehr zur Debatte stehen, unterstrich er. Das am Freitag für die Region gegründete Bündnis für Mobilität wolle bei der Umsetzung der A46/B7n seinen Beitrag leisten - „und wir wollen der erste Ansprechpartner der Landesregierung sein“, so Rother. Der IHK-Präsident forderte von Wickede (Ruhr) und den weiteren beteiligten Orten: „Die Kommunen sollen sich zum Lückenschluss bekennen - das wäre für den weiteren Fortgang mehr als hilfreich“.

Als Unterzeichner des neuen Bündnisses zählten auch die Wickeder Vertreter der BI ProA46 zu den Teilnehmern der Gründungsveranstaltung. Neben Hubert Nasse und Christel Vihrog von der BI waren z.B. auch Unternehmer Werner Hillebrand und der Wickeder Unternehmensberater Wolfgang Schäfer vor Ort, ebenso auch CDU-MdL Heinrich Frieling aus Ense. Er hielt vor Ort fest, dass bei Umsetzung der Pläne „ein besonderer Blick auf die Linienführung“ zu richten sei. Die Interessen der Gemeinden Wickede und Ense müssten gewahrt bleiben.

Auch der DGB unterstrich, wie wichtig der Lückenschluss der A 46 für seine Mitglieder ist. „Die Kolleginnen und Kollegen sitzen auf und hinter den Lkw im Stau. Der Lückenschluss schafft endlich die Verbindung, damit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sicher und pünktlich in die Betriebe und nach Hause kommen“, so Stefan Marx, Regionsgeschäftsführer des DGB Region Ruhr-Mark.

Das neue Bündnis für Mobilität fordert vom Land genügend Planungskapazität, um das Projekt voran zu treiben und will künftig für eine bessere Kommunikation und Koordinierung der Anliegen aller am Prozess Beteiligten sorgen. - ate/hütt

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