Glasfasererschließung

2000 Haushalte haben jetzt "Licht"

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Positives Fazit zum Ende der Glasfasererschließung in vier von fünf Ortsteilen: die Vertreter von Kommune und der Firma Deutsche Glasfaser beim Abschlusstreffen.

Wickede – Über einige Stolperstrecken zum erfolgreichen Ziel eines beachtlichen Projektes, „mit dem wir als Gemeinde insgesamt sehr zufrieden sein können“ – mit diesem Fazit zieht Bürgermeister Dr. Martin Michalzik seinen Schlussstrich unter die umfangreichen Bauarbeiten, „die der Gemeinde ein fast flächendeckendes Glasfasernetz für schnelles Internet beschert haben“.

Natürlich biete die Deutsche Glasfaser auch künftig neuen Kunden Anschlüsse an, aber das Kooperationsprojekt, das mit einer großen Aktion zur Nachfrage-Bündelung 2017 startete, gilt jetzt als abgeschlossen. 

Früh in 2018 starteten die Bauarbeiten, die weit über 100 Kilometer Kabel in Straßen und Gehwege brachten. Drei große Umschaltstationen und fast 100 kleine Verteilstationen in den Wohngebieten wurden für die Verteilung der superschnellen Lichtsignale für das Internet eingerichtet.

„Rund 2000 Haushalte haben jetzt mit einem Glasfaseranschluss ins Haus die derzeit technisch bestmögliche Anbindung ans Internet“, so der Bürgermeister. Das sind rund 1600 Haushalte im Bereich Wickede und Wiehagen, zudem rund 30 Unternehmen in der Westerhaar sowie in Echthausen aktuell 405 von 634 Haushalten. Wickede (Ruhr) liege damit in NRW und im Bundesgebiet „in einer noch überschaubaren Spitzengruppe von Gemeinden mit so guter Versorgung, während für ganz Deutschland im EU-Vergleich große Defizite bestehen“. 

In diesem Zusammenhang erinnert der Bürgermeister daran, dass auch im Ortsteil Wimbern noch 2020 mit staatlicher Förderung ein Glasfasernetz gelegt werden soll. 

Größere Probleme, die laut Ingo Teimann als Kommunalbetreuer des Glasfaser-Unternehmens „sehr kritisch und deutlich von der Gemeinde nachgehakt wurden“, gab es zwischendurch beim Anschluss nach Echthausen durch das Gelände der Wasserwerke und „durch leidige Pannen und Verzögerungen, die durch die Bauunternehmen in Echthausen und in der Westerhaar verursacht wurden“. 

Zum offiziellen Abschluss des Ausbaus .ziehen alle Beteiligten aber eine positive Bilanz: „Wir haben alle Probleme und Konflikte sachlich und respektvoll am Ende gut lösen können“. Zugleich wurden bei der jüngsten Zusammenkunft im Rathaus Zukunftsfragen wie Gewährleistungsfristen und die Übergabe der Netzpläne geregelt. 

Angesprochen wurden durch die Gemeindevertreter auch gelegentliche Verbindungsprobleme, die Glasfaserkunden bei längeren Telefonaten gemacht hatten. Hierzu sagte Technikleiter Peter König Klärung zu.

Noch einige Anschlüsse offen

Wenn auch jetzt offiziell der Abschluss begangen wurde – einige Haushalte sind tatsächlich noch nicht am Netz. 15 Kunden aus der Startphase stehen jetzt in Echthausen noch in der Aufgabenliste, sagt die DG. Dies sei zumeist durch Schwierigkeiten der gemeinsamen Terminfindung begründet. Dies treffe auch für jeweils rund 40 Haushalte in Wickede und in Wiehagen zu. „Hinzu kommen dann noch rund weitere 200 Kunden, die sich überhaupt erst spät zu einem Glasfaservertrag entschieden haben. Sie werden nun demnächst schrittweise angeschlossen“, so Stefan Potthast von der DG. Dazu werde man zu verschiedenen Bauaktionen mit zwei Kolonnen nach Wickede (Ruhr) kommen, um die Aufgaben in sinnvolle Bauabschnitte zu gliedern. Wer ab jetzt einen Anschluss ordert, muss mit Baukosten rechnen. „Wie hoch diese ausfallen, lässt sich pauschal nicht sagen“, so Peter König von der DG. „Es wird auch hier vernünftig sein, sich zügig zu entscheiden“, so Bürgermeister Michalzik, „weil sich dann möglicherweise noch Vorteile aus einer Verbindung mit den ohnehin anstehenden Nachbetreuungen ergeb

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