200 Ehrenamtliche im Einsatz

Realistische Übung: Stundenlanger Stromausfall

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Täuschend echt wirkten die Verletzungen, die die Einsatzkräfte behandeln mussten.

Großflächiger und stundenlanger Stromausfall in der Region, genauer im Norden des Märkischen Kreises, in den südlichen Teilen der Kreise Unna und Soest und damit auch in Wickede: Rund 200 Ehrenamtliche des Malteser Hilfsdienstes aus der Diözese Paderborn sorgten am Samstag für ein realistisches Szenario.

Nach und nach fanden sich Verletzte auf dem Marktplatz ein. 

Die Einsatzkräfte hatten eine Menge zu tun. Und dabei war es nicht ihre Aufgabe, Verletzte mit blutenden Wunden zu versorgen. Übungsziele sowie Schwerpunkte seien es gewesen, einen Kraftfahrzeugmarsch zu organisieren und durchzuführen, erklärte Nils Brandes in seiner Funktion als Leiter der Einsatzdienste und Fachberater für Presse und Öffentlichkeit während der laufenden Übung. Es sei außerdem darum gegangen, die Zusammenarbeit mehrerer Einsatzeinheiten in einem nahezu realistischen Fall zu proben und mit dem örtlichen Rettungsdienst zu kooperieren. Dazu gehörte zum Beispiel auch, mit großem Medieninteresse umzugehen, so Brandes weiter.

Malteser Großübung in Wickede

Als Betreuungsstelle mit verschiedenen Behandlungs- und Betreuungsmöglichkeiten für die Opfer und Leitstelle für die Kooperation der Einsatzdienste sowie Materialdepot mit Notstromversorgung war der südwestliche Gebäudetrakt der Sekundarschule, in dem sich im Schulalltag das Selbstlernzentrum und die Mensa befinden. Unterstützt wurde das aufwändige Übungsszenario durch die Gemeindeverwaltung und durch speziell geschulte Verletzungsdarsteller aus verschiedenen Organisationen wie etwa des DRK. Die rund 200 Teilnehmer der Übung wurden von der Malteser-Verpflegungsgruppe Münster mit einer Feldküche versorgt. Eine Delegation der Freiwilligen Feuerwehr Wickede unter der Regie von Wehrleiter Georg Ptacek beobachtete die Übung intensiv und informierte sich über den Verlauf.

Wickeder wurden auf Übung aufmerksam

Etliche Wickeder, die entweder durch den Medien auf die Übung aufmerksam geworden waren oder spontan zuschauten, störten weder den Aufbau der Anlaufstelle im Ortszentrum noch die Einrichtung der Betreuungsstelle in der Sekundarschule. Eine große, türkische Familienfeier, die parallel zur Übung im Bürgerhaus lief, hätte bei großem Zulauf zum Problem werden können für die geplante Anlaufstelle. Die Verletztendarsteller und die Sanitätseinheit fanden sich jedoch auf dem Marktplatz ein, und die Anlaufstelle wurde, anders als ursprünglich geplant, südöstlich des Bürgerhauses neben der Zufahrtsstraße und den Behinderten-Parkplätzen aufgebaut.

Ansonsten war das Einsatzleitungsteam, bestehend aus Tillmann Castillo Romero (Malteser Hilfsdienst, Leiter Notfallvorsorge), Dirk Fahrland (Institut für Gefahrenabwehr GmbH, St. Augustin) und Nils Brandes mit dem Übungsverlauf zufrieden. Tatsächlich griffen die einzelnen Einsatzdienste und Gruppen während der Übung wie geölte Zahnräder ineinander, so dass für den Betrachter ein beruhigendes Sicherheitsgefühl entstanden war. „Übungen sind schließlich dazu da, für den Ernstfall zu proben und Fehler zu erkennen und auszumerzen“, sagte Brandes.

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