Prozess

Vorladung missachtet: Jetzt muss Wickederin zahlen

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Wickede – Aus Wiesbaden war der Zeuge angereist und musste unverrichteter Dinge, also ohne eine Aussage vor dem Amtsgericht Werl abgeben zu können, wieder die Heimfahrt antreten. Grund: Die Angeklagte, eine 27-jährige Wickederin, war zum Gerichtstermin wegen Betruges nicht erschienen.

Ein Handy für rund 200 Euro hatte sie am 21. Mai dieses Jahres an den Wiesbadener über die Internetplattform „Ebay“ verkauft. 

Doch obgleich dieser mehrfach bei der Frau nachfragte, blieb die Lieferung bis gestern aus. Eine Anzeige wegen Betruges war die logische Konsequenz. 

„Wir werden gegen die Frau nun einen Strafbefehl erlassen“, so die Richterin zu dem Zeugen, der sich immerhin über seine Aufwandsentschädigung für die fast dreistündige Fahrt von Wiesbaden nach Werl freuen durfte.

Das tat das Gericht denn auch. Wenn die Ebay-Betrügerin 90 Tagessätze zu 15 Euro zahlt, insgesamt also 1350 Euro, ist der „Fall“ erledigt. Sollte sie dies nicht befolgen und gegen den Strafbefehl Einspruch einlegen, muss der Wiesbadener voraussichtlich noch einmal nach Werl kommen - vielleicht klappt's ja dann mit einer Aussage.

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