Miteinander an der Zapfsäule

Von E-Mobilisten und Öko-Prolls

Klischee Am Rande Wickede
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Am Rande

Dass ökologisch bewegte Menschen, die achtsam mit der Natur umgehen, auch im zwischenmenschlichen Miteinander von besonderer Rücksicht auf den nächsten geprägt sind - das mag ehedem vielleicht mal gestimmt haben. Mittlerweile aber ist der Umweltgedanke in der Mitte der Gesellschaft angekommen - und darunter.

Und damit auch eine Ellenbogenmentalität, die man aus den Ursprüngen des Umwelt- und Naturschutzes so nicht kannte. Das bekam jetzt ein Nutzer an der Gratis-Ladesäule hinter dem Rathaus mit.

Vier Stunden darf man dort mit Parkuhr stehen, um den Wagen mit Strom zu betanken. Bisweilen ist der Akku aber auch schon früher voll, sollte man dann auch schnellstens den Platz freimachen - keine Frage. Ärgerlich für den, der dann kommt und laden möchte, aber den Platz blockiert findet.

Einem solchen Zeitgenossen brannte da jetzt offenbar die Sicherung durch. Er sah die Zapfsäule blockiert, den Wagen davor vollgetankt, die vierstündige Parkdauer aber auch noch nicht verstrichen. Weil der Nachfolger hier nicht zum Zug kam, also nicht umsonst tanken konnte, vielmehr nun auf eine der Bezahlsäulen im Ort angewiesen war, steckte er (oder sie) dem fertig geladenen E-Mobil eine deftige Info an den Scheibenwischer.

„Wie Scheiße sind Sie denn bitte?“, hieß es da - und weiter: „Seit über 30 Minuten lädt Ihr Fahrzeug nicht mehr und Sie blockieren den Ladeplatz, Danke Arschloch!“ Nicht ersichtlich wurde, ob Letztgenanntes noch zum Anschreiben zählt oder als Unterschrift gedacht war. So oder so aber wird deutlich: Öko ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen - und darunter...

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