Vergewaltigung geht in die Berufung

Vergewaltigung geht in die Berufung

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WICKEDE - Die Vergewaltigung vom 1. Oktober im Bauerpark wird ein weiteres Nachspiel haben. Der 20-jährige Täter jedenfalls hat gegen die 22-monatige Haftstrafe, die im Januar gegen ihn verhängt worden war, Berufung eingelegt. Der Fall wird Ende April vor der 6. Großen Strafkammer des Landgerichtes Arnsberg erneut verhandelt.

Bereits bei der ersten Verhandlung vor dem Soester Amtsgericht hatte die Argumentation des Pflichtverteidigers erkennen lassen, dass er Zweifel an der Schuldfähigkeit des Angeklagten zum Tatzeitpunkt hegt. „Wäre er schuldfähig, wäre ihm doch bewusst gewesen, dass er in aller Öffentlichkeit eine strafrechtlich relevante Tat begeht“, hatte der Verteidiger ausgeführt und darauf verwiesen, dass der 20-Jährige sein Opfer, einen 24-jährigen Landsmann, weiter bedrängte, obwohl ihn mehrere Zeugen zum Ablassen aufgefordert hatten.

Laut Verteidigung war aber auch andererseits nicht nachvollziehbar, dass sich das Opfer nicht gegen den Täter wehren konnte. Der erschien bei der Verhandlung als „halbe Portion“, während sein Opfer später im Krankenhaus nur durch den Einsatz mehrerer Kräfte zu bändigen gewesen sei.

Vor diesem Hintergrund darf die Fortsetzung des Verfahrens mit einiger Spannung erwartet werden. Von den 22 Monaten Haft hat der Verurteilte bisher übrigens bereits sechs Monate in Haft gesessen. Sollte die Haftstrafe gegen ihn aufgehoben werden, würde unter Umständen - wie jüngst noch in einem anderen Wickeder Fall - eine Haftentschädigung von 25 Euro pro Tag zu erstatten sein. - hütt

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