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Echthausen will nicht mehr „Kopf stehen“

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Aus für die Jeckenparty in Echthausen.
Aus für die Jeckenparty in Echthausen. © pr

ECHTHAUSEN - Seit 35 Jahren war die gemeinsame Karnevalsveranstaltung des Vereinsrings eine feste Größe im Echthausener Jahreskalender. Nun aber wird sie kein Fortbestehen haben.

Gründe hierfür haben sich in den letzten Jahren viele abgezeichnet, so äußert sich jetzt Vereinsringvorsitzender Rainer Belz zur Absage. Die an und für sich sehr erfolgreiche Veranstaltung sei in den vergangenen sechs Jahren als reine Jeckenparty ohne Programm durchgeführt worden. Sioe sei allerdings immer kommerzieller geworden und der eigentliche Spaß und Charakter der Feier einer unbefriedigenden Anspannung bei den Verantwortlichen gewichen.

„Von der (zu) gut frequentierten Party waren zuletzt höchstens noch ein Drittel Echthausener. Dazu kam es bei den vergangenen Veranstaltungen immer wieder zu Raufereien, zunehmender Sachbeschädigung, Notarzt- und Polizeieinsätzen,“ teilt Belz mit. Selbst mit einem Personalaufgebot von über 50 Helfern in 2012, modifizierter Eintrittsregularien und einheitlichen Poloshirts hätte dieser Entwicklung nicht Einhalt geboten werden können.

Nach ausführlichen und sachlichen Diskussionen im Vereinsring kamen deshalb die Vereinsvertreter einstimmig zu dem Entschluss, diese Veranstaltung nicht mehr durchzuführen.

Hinzu kommt laut Belz auch noch die demographische Situation; die Mitglieder der jeweils ausrichtenden Vereine werden immer älter und fragen sich, ob und wofür sich dieser Aufwand lohnt. Das Risiko, das etwas Schlimmeres passieren könnte, hat die Feierlaune bei den Ausrichtern gründlich verdorben. Der Einsatz eines Security-Dienst wurde ebenfalls nicht als Lösung des Problems favorisiert. Vandalismus sei nicht versicherbar; noch größere Schäden hätte der Vereinsring gar nicht begleichen können.

Belz merkt außerdem noch an, dass es „leider nur weniger Chaoten bedarf, die solch schöne Veranstaltungen kaputt machen können. Der Großteil der Gäste der Jeckenparty hat wirklich gut und gern gefeiert und hatte seinen Spaß.“

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