Ehemalige Gemeindemitarbeiter blicken zurück

50 Jahre Wickede: Ehemaliger Bürgermeister berichtet von den Anfängen

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Wickede – „Nur wenn wir uns miteinander wohlfühlen, kommen wir miteinander voran“, mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Martin Michalzik am Mittwoch die rund 150 Gäste im Gemeindehaus. Anlässlich des 50. Gemeindegeburtstages hatte die Verwaltung die Ehemaligen der Gemeinde zu einem Rückblick-Frühstück eingeladen.

So trafen an den runden festlich gedeckten Tischen frühere Ratsmitglieder, Bürgermeister, Gemeindemitarbeiter aber auch Firmenvertreter und engagierte Vereinsmitglieder zusammen und erinnerten gemeinsam an die Geschichte ihrer Gemeinde.

„Ich erinnere mich noch an die knarzende Treppe im Kaufhaus. Ich gehöre noch zu der Generation, die dort in der Spielzeugabteilung umhergeschlichen ist“, erinnerte sich Michalzik und erntete zustimmendes Gelächter. Viele lustige Geschichten hatte auch der ehemalige Bürgermeister Hermann Arndt im Gepäck.

In einer kurzen Rede berichtete er aus seiner Zeit als Praktikant im Rathaus. „Damals gab es noch keine elektrische Schreibmaschine. Alles musste über Adler und Triumph getippt werden. Da hat man noch so gearbeitet, dass abends der Schweiß aus den Socken tropfte“, erzählte er schmunzelnd und fügte augenzwinkernd hinzu: „Natürlich wird es das auch heute noch.“

Doppelkopfrunde nach der Ratssitzung

Mit viel Humor berichtete er von verrauchten Ratssitzungen im Wohnzimmer des ehemaligen Schlückinger Bürgermeisters. Mit anschließendem Festmahl und Doppelkopfrunden. „Vielleicht wäre das ja noch einmal eine Idee für Sie, Herr Bürgermeister.“

Ehemaligentreffen zum 50-jährigen Bestehen der Gemeinde Wickede

 Mit charmantem Witz gratulierte auch „Käthe aus Wiehagen“ zum Gemeindegeburtstag. „50 Jahre, das ist ja die Goldhochzeit“, stellte die Rednerin fest und gab einige Beziehungstipps, damit die „Ehe“ der Gemeindeteile auch in den kommenden Jahren Bestand haben würde.

Büderich oder Wickede?

Wie Wickede (Ruhr) zu dem wurde, was es heute ist, erklärte der Präsident der NRW-Stiftung, Eckhard Uhlenberg. Als die kommunale Neuordnung 1969 in Kraft trat, war ich 21 Jahre alt“, erklärte der Büdericher und erklärte die frühere Zusammenstellung und Zugehörigkeiten der Gemeindeteile. „Schlückingen wollte ja zunächst bei Büderich bleiben und somit Werl zugeordnet werden. Da gab es eine enge Verbundenheit, im Schützenwesen sieht man sie ja auch noch. Dann gab es eine Abstimmung und die Mehrheit war für Wickede“, berichtet Uhlenberg.

„Als Vorsitzender der Jungen Union habe ich selbst schwer gekämpft, dass Büderich nach Werl kommt und nicht nach Wickede. Sie mögen mir verzeihen“, gestand der Politiker unter freundlichen Lachern aus dem Publikum.

Sekundarschüler sorgen für Überraschung

Eine besondere Überraschung hatten dann die Schülerinnen der Sekundarschule. Die Fünft-, Sechst-, und Siebtklässler der schuleigenen Gruppe „All Eyes on Musical“ präsentierten einen Ausschnitt aus ihrem aktuellen Programm. In immer unterschiedlichen Konstellationen sangen sie Stücke aus bekannten Disney-Filmen wie „Die Schöne und das Biest“, „Tarzan“ oder „Die Eiskönigin“.

Der Geburtstags-Auftritt war für die Schülerinnen gleichzeitig Generalprobe. In zwei Wochen zeigen sie ihr Programm bei der Willkommensfeier der neuen Fünftklässler. Zum Abschluss der Veranstaltung erinnerte der Bürgermeister noch einmal an die Bedeutung von Zusammenhalt in der Gemeinde: „Heimat funktioniert nur da, wo wir einander zuhören und gemeinsam Dinge anpacken.“

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