Urlaub ist kein Zuckerschlecken...

Nein, der Urlaub war kein Zuckerschlecken. Im Rückblick erinnert sich die Wickederin jetzt z.B. an den Ausflug an die Playa del Inglés. Dort hatte man sich eigentlich gemütlich an einen Tisch setzen und dem bunten Touri-Treiben zuschauen wollen.

Doch dann kam der etwas aufdringliche Schmuck-Verkäufer, schob Gläser, Tassen und Kuchenteller an die Seite und forderte ein ums andere mal auf: „Looki, looki“. Erst nach geraumer Zeit wurde die Damenrunde den ebenso fliegenden wie klebenden Händler wieder los. Aufatmen, am Glas genippt - da kam schon der Nächste. Er bot - die Damen wollten es kaum glauben - tanzende Esel an. Fassungslos starrten die Urlauberinnen auf das zappelnde Plastik-Grautier auf der Tischplatte und erst, als sie empört ablehnten, der Esel könne ja nicht „iah“ machen, zog der Anbieter knurrend von dannen. Nur wenige Minuten später folgte die Krönung: ein untersetzter Spanier mit Gitarre, der sich mit einer gewagten Drehung an den Tisch zirkelte, um dort lauthals „LaBamba“ zu schmettern. Und dieser Vertreter ließ sich nun gar nicht mehr abwimmeln, was wohl nicht zuletzt an seinem Alkoholisierungsgrad lag. Mehr Erfolg übrigens hatten die Händler am Nachbartisch: Dort saß später ein englischer Tourist mit Goldkette, afrikanischer Pailettenmütze und neuer Mammut-Sonnenbrille, der ebenfalls „LaBamba“ skandierte - allerdings noch weit betrunkener als der kleine dicke Spanier war... ▪ hütt

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