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Kurioser Unfall in Wickede: Auto hängt über dem Abgrund

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Von: Martin Hüttenbrink

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Auto über dem Abgrund
Mit freischwebenden Rädern und aufgesetzter Schürze blieb der Wagen im Graben stecken - immerhin rechtzeitig vor dem Geländer, das vorm Sturz in den Baugraben schützen soll. © Leserfoto

In Wickede kam es zu einem kuriosen Unfall. Dort ist am Donnerstagmorgen ein Autofahrer falsch abgebogen und mit dem Auto in den Graben gefahren.

Wickede – Die Räder schwebten frei über dem Abgrund der Ausschachtung: Ein Unfall in Wickede im Kreis Soest (NRW) hätte für einen Mann noch wesentlich schlimmer ausgehen können. Ein Graben für eine Gasleitung sorgte dafür, dass es nicht zu einem größeren Unglück kam.

KreisSoest
Fläche1.328,63 km²
Einwohner301.016

Kurioser Unfall in Wickede: Auto hängt über dem Abgrund

Der Hergang des Unfalls an der Hauptstraße in Wickede im Kreis Soest (NRW) klingt höchst sonderbar: Ein einheimischer Autofahrer war aus Richtung Wickede über die Ruhrbrücke gefahren und wollte nach links Richtung Echthausen abbiegen. Dabei geriet er an der eigentlichen Einmündung vorbei, wollte dann aber wohl sein Glück erzwingen und versuchte einige Meter weiter, doch noch die Kurve zu kriegen.

Ohne die Thyssengas-Baustelle wäre er dann aber frontal mit einem Geländer kollidiert, das einen unterhalb liegenden Bach von der Straße abschirmt. Glück im Unglück für den Autofahrer also, dass hier gegenwärtig der Graben für die Gasleitung klafft. Der nämlich stoppte das Auto rechtzeitig vor dem Geländer. Mit frei über der Öffnung schwebenden Rädern und aufgesetzter Frontschürze kam der Wagen zum Stillstand.

Wickede: Schon ein ähnlicher Vorfall am Vorabend

Sowohl bei dieser Havarie als auch bei einem ähnlichen Vorfall am Mittwochabend, der nahezu identisch ausgefallen war, erschien als rettender Engel ein benachbarter Landwirt, der die Pkw jeweils aus dem Graben gezogen habe, so Augenzeugen. Der Fahrer des Autos wurde nicht verletzt.

Die Überprüfung der Unfallstelle mit Vertretern der zuständigen Behörde sowie der beauftragten Firma vor Ort ergab, dass alle Verkehrssicherungsmaßnahmen ordnungsgemäß ausgeführt wurden und die Baustelle wie behördlich vorgeschrieben auch abgesichert ist. Umso unverständlicher blieb den Beteiligten, wie es zu den Um- und Abwegen in den Graben hinein kommen konnte.

Trotz der behördlich bestätigten, ausreichenden Absperrungen werden vor Ort jetzt noch zusätzliche Absicherungen der Unfallstelle vorgenommen, erläuterte am Donnerstag Thyssengas zu den Vorfällen. So sollen weitere Absperrungen aufgestellt werden, um die Baustelle noch dichter abzusperren.

Zu einem Unfall kam es auch auf der A4: Auf der Autobahn hat es bei Wenden-Gerlingen gekracht. Es kam zu einer langen Sperrung.

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