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Gasleitungsbau noch bis 2024

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Von: Martin Hüttenbrink

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Baustelle mit Rohren
An der gesperrten Erlenstraße werden derzeit rund 170 Meter Gasleitung zusammengeschweißt. Sie sollen am Donnerstag nächster Woche Richtung Ruhr geschoben und dann unter dem Fluss verlegt werden. © Martin Hüttenbrink

Die gegenwärtigen Arbeiten am Gasleitungsnetz in Wickede sind der Teil einer Baumaßnahme, die auf dem Gemeindegebiet noch bis etwa 2024 andauern wird. Es geht um die sogenannte Ruhrtalleitung von Wickede über Arnsberg bis Meschede. Für die rund 32 Kilometer investiert Netzbetreiber Thyssengas einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Die Leitungstrasse führt vor Ort bis Wimbern und die B7 entlang weiter bis Voßwinkel.

Wickede – Während die technisch aufwendige Querung der Ruhr in der kommenden Woche erfolgen soll und die wesentlichen Arbeiten mit Sperrungen und Behinderungen im Bereich der Ruhrbrücke danach beendet sind, werden die B63 bis zur Kreuzung in Wimbern und von dort die B7 bis nach Voßwinkel in den kommenden Jahren weiter von Bauarbeiten betroffen sein.

Die Gesamtmaßnahme wird in Abschnitte unterteilt. Derzeit sind die ersten rund 120 Meter ab Ruhrbrücke Richtung Wimbern an der Reihe. Die Arbeiten an dem Teilstück, das wegen der halbseitigen Sperrung für Verkehrsbelastungen sorgt, werden bis Weihnachten abgeschlossen sein, die Baustelle wird dann für die Winterpause abgerüstet. Zu erkennen sein wird lediglich der mit einem Binderschicht verfüllte Streifen des Leitungsgrabens.

Sobald das Wetter es zulässt, wird 2022 der Leitungsbau fortgesetzt, um als Etappenziel zunächst die rund 1,3 Kilometer bis zur Kreuzung in Wimbern an der Alten Poststation fertigzustellen; auch bis dahin jeweils nur mit der provisorisch wiederhergestellten Fahrbahn. Und auch diese Maßnahme wird wie gegenwärtig jeweils mit einer halbseitgen Sperrung einhergehen.

Auf dem ersten Teilstück zwischen Wickede und Wimberns Kreuzung soll dann die neue Fahrbahn auch wieder komplett hergestellt werden, so Olaf Laß. Dazu werden die Deckschicht und die im Leitungsgraben verfüllte Binderschicht abgefräst und eine neue Deckschicht gegossen.

Das werde nicht ohne Vollsperrung der B63 funktionieren. Zur Frage, für welchen Zeitraum, nennt der Projektleiter einen Erfahrungswert: „In Voßwinkel war das für 1500 Meter Strecke eine Woche“.

Bis 2024 soll dann auch die restliche Strecke bis nach Voßwinkel fertig werden. Das sind über die B7 an Alt-Wimbern vorbei und bis zum Ende des Gemeindegebietes an der Straße nach Bellingsen noch einmal rund 1,8 Kilometer sowie bis zum Anschluss am Rand der Voßwinkler Bebauung weitere etwa 1000 Meter. Im Jahr 2024 dürfte das gesamte Teilstück dann fertiggestellt, sollten die einhergehenden Verkehrsbehinderungen beendet sein.

Übrigens werden für die jeweils mit Bezirksregierung und örtlichen Behörden abgestimmten Maßnahmen nach Möglichkeit private Flächen neben der Straße genutzt, erläutert Projektleiter Olaf Laß zu den Arbeiten. Dies lässt sich aber längst nicht immer realisieren, womit die Leitung dann wie derzeit an der Mendener Straße unter der Bundesstraße verläuft. Dort wird die Leitung in einer Tiefe von rund 1,2 Metern verlegt.

Synergieeffekt

Erzielt werde hierbei auch ein Synergieeffekt, weil Thyssengas die Fahrbahndecke nach der Maßnahme auf der betroffenen Seite komplett erneuere und Straßen-NRW diese Flächen dann einstweilen nicht mehr anpacken muss, erläutert Unternehmenssprecher Peter Alexewicz.

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