Theaterstück „Märchenkuddelmuddel“ in Wickede mit Walter Hönig

Eine ganz besondere Premiere

Mann mit Strohhut vor Feld
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Freut sich auf die Aufführung in Wickede: Projektleiter und Bühnencoach Walter Hönig.

Es wird spannend – in mehrerer Hinsicht. Denn das Theaterstück, das da für den 17. Oktober auf dem Plan steht, ist keines wie jedes andere. Bei dem Ensemble handelt es sich um ein Amateurtheater unter der Leitung von Walter Hönig, VHS-Dozent, Psychologischer Berater, Bühnencoach, Motivationstrainer und vieles mehr. Der Vorstand des Vereins „Zuhause-Gut“ hatte das Ensemble gesehen und spontan gesagt: „Das möchten wir in Wickede anbieten“.

Wickede – „Es gibt keinen Text, kein Auswendiglernen – aber einen roten Faden“, erläutert Walter Hönig zum Stück „Märchenkuddelmuddel“. Das ist für die Amateurschauspieler genau so spannend wie fürs Publikum. Gedacht ist das Stück längst nicht nur für Kinder. Eingeladen sind vielmehr auch junge und gestandene Erwachsene, um sich von der Spontanität, Kreativität und Intuition der Schauspieler am 17. Oktober anstecken zu lassen. Beginnen wird das Stück um 15 Uhr im Forum der Sekundarschule, eine Örtlichkeit, die für das kulturelle Leben vor Ort schon mehrfach das anregende Ambiente lieferte.

Doch es kommt noch eine besondere Komponente hinzu. Denn Wickedes Verein Zuhause-Gut hat sich bekanntlich gegründet, um für autistische Kinder ein Heim zum Leben, Wohnen und Arbeiten zu schaffen. Die spontane Idee der Eltern beim Erlebnis der Amateurbühne:

„Das ist auch was für unsere Kinder“, zumal im Stück auch noch ein Mitglied des Vereins mitspielt und im Forum der Sekundarschule zu erleben sein wird. Bei Walter Hönig stießen sie auf offene Ohren. Und obwohl die Amateurbühne üblicherweise nicht im Stil eines klassischen Improvisations-Theaters die Interaktion mit dem Publikum fest einbaut, wolle man in diesem Fall „die Kids schon einbinden“, sagt Hönig und weiß: „Für uns ist das eine große Herausforderung“.

Kooperation mit drei Veranstaltern

So dürfte denn der Theatersonntag, zu dem der Verein Zuhause-Gut als Mitveranstalter auch die Kolpingfamilie und den Bürgerverein Wickede (Ruhr) gewinnen konnte, für alle interessierten Besucher ebenso wie für das Ensemble eine spannende Geschichte werden.

Apropos Geschichte: Der Titel „Märchenkuddelmuddel“ deutet bereits den roten Faden an, der sich durch das rund 80-minütige Stück zieht und einen Bogen vom klassischen Märchen zur Gegenwart spannt. Der Kuddelmuddelmacher hat diesen roten Faden in der Hand und spinnt immer neue Ableitungen daraus. Und deshalb stößt Hänsel, der sich mit Gretel verirrt hat, plötzlich auf Rapunzel, die ihn kurzerhand zum Märchenprinzen macht, übrigens ganz modern mit einem Handy hantiert, im nächsten Moment sogar aus ihrem Turm frei kommt und vor dem Spiegel auf der Suche nach der Schönsten im ganzen Land zum Model avanciert, an dessen Seite sich prompt die Heidi einstellt – ob als Managerin oder böse Hexe, das und viele weitere illustre Szenen des Theaterstücks werden Publikum und Schauspieler gleichermaßen bei der Aufführung am 17. Oktober entdecken.

Der Eintritt zur Veranstaltung vom Verein Zuhause-Gut, Bürgerverein und Kolpingfamilie beträgt fünf Euro, ermäßigt drei Euro.

Positive Psychologie als Antrieb

Projektleiter Walter Hönig setzt mit dem Stück „Märchenkuddelmuddel“ wie mit bisher bereits über 100 Theaterprojekten mit verschiedensten Gruppen seine ganz eigene Vorstellung der Persönlichkeitsförderung um. Bis zum Alter von rund 40 Jahren war er als selbstständiger Manager unterwegs, auch als „Konsummensch“, wie er heute sagt.

Dann brach er alle Brücken ab, kam der Liebe wegen nach NRW, holte mit einer Ausbildung die Psychologie in sein Leben, die er mit den verschiedensten Ausdrucksformen auf der Bühne nun nutzt, um Selbsterfahrung und Selbsterkenntnis der jeweiligen Teilnehmer zu fördern.

Walter Hönig befasst sich mit der sogenannten Positiven Psychologie, die insbesondere positive Erfahrungen und Emotionen wie Glück, Freude, Spaß, Optimismus, Vertrauen und anderes nutzt, um damit innere Stärke und psychische Widerstandskraft zu entwickeln.

Zentrale Fragen seines Coachings sind: „Was kann ich gut? Was ist mir wichtig? Was macht stark? Was macht das Leben lebenswert?“ Über die Antwort sollen die Mitwirkenden schließlich zu einer Handlungsmaxime gelangen, die als Rezept für ein glückliches Dasein dienen darf: „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum“.

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