Taubensport in Wickede

Kein olympisches Gold für Brieftaube Goldi

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Goldi, die für die Olympiade in Polen nominierte Schlückinger Brieftaube.

Schlückingen - Goldi hat eigentlich alles, was ein Spitzenvogel braucht. Die Konkurrenz war dann aber doch zu groß. Zur Olympiade nach Polen hat es die Schlückinger Brieftaube leider nicht geschafft. 

Heinrich Prenger-Millies hätte seine Brieftaube gerne im Olympia-Team gesehen, er wäre ihr nach Möglichkeit sogar zur Ausstellung nach Polen nachgefahren. 

Nun nimmt der Vorsitzende der Reisevereinigung Werl und Umgegend die preisrichterliche Absage mit taubensportlichem Humor: „Dabeisein ist eben alles.“

In den Dortmunder Westfalenhallen hatten sich die heimischen Züchter erstmalig an der Deutschen Brieftaubenausstellung (DBA) beteiligt. Dabei ging es auch um die Nominierung der Olympia-Tauben. Goldi hatte es in die Vorentscheidung geschafft. Die 50-50-Chance ging aber nicht zugunsten des Schlückinger Taubenvaters und seines Tieres aus, das Preisrichterkomitee hat in diesen Tagen anders entschieden. In der Endauswahl von gut 30 Tauben hat Goldi damit keinen der begehrten 15 Teilnahmeplätze erreicht. Der Spitzenvogel wird es aber immerhin als Olympia-Kandidat für Polen mit Foto in die Verbandszeitung schaffen – „ist doch auch schon was“ und damit „mein kleines Trostpflaster,“ so Prenger-Millies.

Seit 41 Jahren ist der Landwirt aktiv im Taubensport und hält heute 90 Tiere in seinem Schlag auf dem Hof in Schlückingen. Schon Goldis Eltern waren preisgekrönt. Daher reifen in dem Taubenvater nun neue Pläne: Goldi früher aus dem Reisesport herauszunehmen und für die Zucht neuer Spitzentiere zu verwenden. Zwölf Nachkommen hat Goldi bereits und die würden sich ebenfalls prächtig entwickeln, erzählt der Züchter.

Dieses Jahr wäre Goldi ohnehin zum letzten Mal in eine Reisesaison gestartet. Bis dato hat das hübsche Taubenmännchen mit den Bernsteinaugen und dem „gehämmerten“ Gefieder immerhin über 50 mehr oder weniger lange Reisen hinter sich gebracht und sogar den Weg von Österreich nach Hause gefunden. Jedes Jahr um die 4 500 Kilometer Luftlinie hat das Tier zurückgelegt und wohl manche Gefahren umflogen.

Nach sechs Jahren Unterwegssein haben Brieftauben in der Regel den Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit erreicht, für die Zucht können sie aber weitere Jahre eingesetzt werden. „Die Guten kommen eben nur aus den Guten“, weiß Prenger-Millies aus langer Zuchterfahrung. Goldi hat da bestes Potenzial. 

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