Kompliziert ist das Ganze, weil insgesamt drei Parteien beteiligt sind, die allerdings Hand in Hand agieren. So hatte das Unternehmen WHW Hillebrand als Eigentümer der angrenzenden Flächen schnell Bereitschaft signalisiert, einer Lösung im Rahmen der Möglichkeiten entgegen zu kommen.
Beteiligt ist mittelbar auch die Kommune, die sich bereit erklärt hatte, für die Beseitigung dieser Schwachstelle der heimischen Fußwegführung ein Konzept zu entwerfen und mit den weiteren beteiligten Abzustimmen. Dies ist neben WHW Hillebrand zum dritten die Straßenbehörde des Landes, die zuständig für die Landes- und Bundesstraßen in NRW sind.
Eigentümer Hillebrand hatte die von der Gemeinde erarbeitete Planung, die nicht zuletzt auch auf Flächen des Unternehmens zurückgreift, bereits gesichtet. Das bauamt freute sich über die Zustimmung zu dem Konzept, das anschließend mit Straßen NRW erörtert wurde. Auch dort wurde Zustimmung signalisiert. Dergestalt, dass die Gemeinde Wickede nun das für die Lösung notwendige Leistungsverzeichnis erstellen soll, um die notwendigen Schritte auszuschreiben.
Die Planung sieht vor, dass der von Norden kommende Gehweg nicht mehr so nah an die Straße heranführen soll, sondern durch Rückschnitt des Grünbereichs und Beseitigung des Zauns vor der Fassade des früheren Wasserbehälters einen wesentlich größeren Platzpuffer bekommt.
Möglicherweise wird auch die große Pappel dort gefällt. Sie sei windbruchgefährdet und weise die nötige Schlagreife auf, stehe zudem über einer Leitungstrasse von Thyssen-Gas, heißt es von Bauhofleiter Kräenfeld zu den Beratungen mit Straßen NRW.
Mit diesen Faktoren im Hintergrund wird nun in Meschede geprüft, ob die Pappel gefällt werden soll. Für den Geh- und Radweg müsse der Baum aber nicht weichen, erläutert dazu Straßen NRW. Die Wegstrecke würde ohnehin hinter den Baum verlegt.
In der Konsequenz jedenfalls sollen Fußgänger und Radler hier künftig wesentlich mehr Platz und Sicherheit haben, nicht zuletzt gefördert durch ein Hochbord, das als klare Abgrenzung zur Straße vorgesehen ist.
Bei der Fülle der notwendigen Abstimmungen leuchtet ein, dass der Engpass an dieser Stelle nicht im Handstreich zu beseitigen war. Dies auch deshalb, weil die Arbeiten in eine größere Straßenbaumaßnahme eingebettet werden sollen, die Straßen NRW hier für das kommenden Jahr vorgesehen hat.
Der Landesbetrieb will die B63 in Wickede im kommenden Jahr komplett mit einer neuen Fahrbahndecke ausstatten. Die Erneuerungsmaßnahme ist geplant zwischen der Kreuzung mit Einmündung zum Walteringer Weg und dem Gebiet der Stadt Werl, dort, wo der dreispurige Querschnitt der Straße endet.
Mit Blick auf diesen Zwei-Plus-Eins-Querschnitt der Fahrbahn werde man bei der beabsichtigten Baumaßnahme auch auf eine Vollsperrung verzichten können, heißt es aus Meschede zu den Planungen der Straßenerneuerung, in die dann auch die Beseitigung des Engpasses für die Fußgänger und Radler eingebettet wird.
Dort lediglich mit dem Unterschied, dass die Gemeinde die Planung übernimmt, „und wir führen es aus“, wie in Meschede Behördensprecher Oscar Faneca Santos erläuterte.