Sommerhitze

Klimawandel im Haus St. Josef

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Die Sonne ist zu sehen, aber ihre Wärme bleibt zu 80 Prozent draußen: Hausleiter Sebastian Füst ist begeistert von dem Sonnenschutz aus Spezialgewebe

Wickede – Es gilt durchaus im übertragenden Sinne, dass der Förderverein im Haus St. Josef für besseres Klima sorgt. Bis zu zehn Grad niedrigere Temperaturen bescherte im jüngsten Hochsommer der von den Förderern im Frühjahr ermöglichte Sonnenschutz. Die Anschaffung beleuchtet nicht zuletzt die Situation in Altenpflegezentren unter dem Einfluss sich wandelnder Umweltbedingungen.

Die große Hitze 2018 hatte den Bewohnern im Haus den Sommer zu schaffen gemacht. Gerade die großen Tagesräume der Wohnbereiche I und II an der Südseite im ersten und zweiten Stockwerk heizten sich unter der Sonneneinstrahlung extrem auf. 

Die Aufenthaltsqualität litt erheblich - das konnten auch die langen Gardinen nicht ändern. Über eine Klimaanlage war nachgedacht, die Idee aber mit Verweis auf Anschaffung, Wartung und weitere Folgekosten verworfen worden. Die Beratungen von Hausleiter Sebastian Füst mit Fördervereins-Chef Hubert Nasse führten schließlich zum Entschluss, die großen Fensterflächen mit einem Sonnenschutz aus speziellem Gewebe auszustatten. 

Es hält die Hitze ab, lässt aber Licht durch und bietet sogar noch einen schemenhaften Blick auf die Außenwelt - die Antwort der Einrichtung auf das sich ändernde Klima.

Und nachhaltig ist diese Lösung obendrein. Denn bis auf den Strom, den es braucht, das in Schienen gelagerte Spezialgewebe an der Front auf- und abzufahren, benötigt dieser Sonnenschutz keine Energie. 

Ganz anders eine Klimaanlage, die ja einerseits den Raum gegenüber der Außenluft herunterkühlen soll, damit aber gleichzeitig den Energieverbrauch und eine weitere Erwärmung der Außenluft anschiebt.

Die Hilfszusage des Fördervereins gab den Ausschlag zur Anschaffung, denn die insgesamt 17 000 Euro teure Markisenanlage hätte ohne die 4 500 Euro des Vereins nicht in den Haushalt des Caritas-Hauses St. Josef gepasst. Dort standen nämlich auch weitere drängende Projekte wie neue Betten und Fußböden an. Eine Finanzierung der Markisen durch das Haus alleine wären da nicht möglich gewesen. 

Besonderen Charme hatte die Unterstützung des Fördervereins auch aufgrund der Tatsache, dass sie nicht einer besonderen Zielgruppe in der Einrichtung, sondern allen Bewohnern und auch dem Personal zugute kam. Hubert Nasse: „Da haben alle Menschen im Haus etwas von“. 

Das Dankeschön von Hausleiter Sebastian Füst an den Förderverein gibt Vorsitzender Hubert Nasse daher gerne weiter an die Mitglieder und spendefreudigen Unterstützer, versehen mit der Bitte, in der Förderung der Wickeder Pflegeeinrichtung nicht nachzulassen. Spendenkonten für eine Zuwendung werden von beiden vor Ort ansässigen Geldinstituten geführt.

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