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Gleis bleibt, Haus weicht für Parkplätze

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Von: Martin Hüttenbrink

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Haus an der Straßenecke
Der Bagger kommt in der zweiten Wochenhälfte: Derzeit wird das alte Haus an der Marscheidstraße entkernt, bis Ende nächster Woche ist es verschwunden. © Martin Hüttenbrink

Die Salzgitter Gruppe möchte sich am Standort in Wickede alle Optionen für künftige Entwicklungen offenhalten. Vor diesem Hintergrund stehen auch strategische Entscheidungen zur Flächenpolitik. Die ist aktuell zwar durch einen Verkauf von 10 500 qm Fläche südlich der alten West- bzw. Marscheidstraße gekennzeichnet. Das Ladegleis aber und die rund 11 000 qm große Freifläche zwischen Werk II und der Fröndenberger Straße bleiben in Konzernhand.

WICKEDE – „Wir brauchen nur eine Weiche und rund 20 Meter Gleis, um vom Grundstück des Werkes II an die Bahn heranzukommen“, umreißt Udo Maslowski die Möglichkeiten. Der Geschäftsführer der RSE Grundbesitz- und Beteiligungs-GmbH in Mülheim, ein Unternehmen der Salzgitter Gruppe, steuert die Flächenpolitik des Konzerns.

Während man jetzt mit Verkauf zweier 7000 und 3500 qm großer Grundstücke zwischen der alten Marscheidstraße und der Bahn die letzten, nicht mehr betriebsnotwendigen Grundstücke in Wickede abgegeben habe, bleibe das Ladegleis entlang der veräußerten Flächen mit Anschluss an die Bahnlinie weiterhin im Konzern-Eigentum. Falls der Transport von Rohren mit der Bahn künftig attraktiv werden sollte, sichere das die technische Möglichkeit, das Werk ans Schienennetz anzuschließen.

Um mögliche Entwicklungen in der Zukunft zu sichern, trennt sich das Unternehmen auch nicht von den rund 11000 qm westlich von Werk II. „Die Freifläche bleibt erhalten, weil wir sonst keinerlei Möglichkeiten für eine eventuelle Expansion haben“, sagt Udo Maslowski zum Hintergrund.

Die Grundstücke zwischen Werk II und der Bahn waren für Mannesmann hingegen nicht mehr betriebsnotwendig. Im November sei er vor Ort gewesen, um die Verträge mit zwei Käufern zu beurkunden, die diese beiden Flächen übernommen haben. Die Gemeinde hatte den Bebauungsplan entsprechend geändert.

Weil ein Teil dieses Gelände bisher aber noch als Parkplatz für die rund 100 Mitarbeiter in Werk II dient, muss ein neuer Parkplatz her. Für den wird nun das verbliebene Gebäude mit dem charakteristischen Erker an der Marscheidstraße abgerissen, bestätigt Udo Maslowski. Bis März sollen auf dem freigeräumten Gelände rund 60 Stellplätze für die Mannesmann-Mitarbeiter entstehen.

Vor Mannesmann gehörte das Gebäude ehedem der Firma Risse und diente als Verwaltungssitz, während die Produktion an der Erlenstraße stationiert war. Dorthin war die Firma Risse gezogen, nachdem sie zunächst auf dem Gelände der heutigen Parkplätze hinter der Sparkasse firmiert und dort Fallrohre und Dachrinnen produziert hatte. An der Erlenstraße etablierten die bei Wickeder Eisen ausgebildeten Gebrüder Risse dann auch weitere Walzprodukte.

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