Am Rande

Wichtiges Telefonat 

Es wird weniger daran liegen, dass Einwohner Werls chaotischer sind als die Wickeder, sondern wohl eher mit dem unterschiedlichen Organisationsgrad von Männern und Frauen zu tun haben - die beiden Orte spielen daher hier lediglich bei der Herkunft eine Rolle.

Die Wickederin jedenfalls hatte ihren aus dem benachbarten Werl stammenden Gatten unterrichtet, dass sie heute nicht vor Ort im Büro sei, sondern in der nahen Metropole ein wichtiges Meeting habe.

Für ihren Besten wiederum war es auch ein besonderer Tag: Er hatte sich kürzlich übel das Knie verdreht, heute war der Termin beim Orthopäden. Sie hatte ihn noch gefragt, wie er dahin kommt, er winkte selbstbewusst ab: „Das Stück fahre ich selbst“. 

Die Wickederin saß bereits im Kreis der Chefs beim Meeting, als ihr Handy summte. Sie ‘raus - am anderen Ende ihr Büro aus der Heimatstadt: „Dein Mann hat angerufen, er braucht dich“.

„Oh Gott, das Knie“, schoss ihr durch den Kopf, und sie rief ihn sofort an. Er aber drückte ein ums andere Mal das Gespräch weg, bis sie schließlich textete, was los sei und dass er zurückrufen solle. 

Dann saß sie wieder im Meeting, als erneut das Handy summte. Sie eilte wieder aus dem Konferenzsaal und rief draußen ins Handy: „Wie geht’s dir? Was ist passiert? Warum hast Du mich immer weggedrückt?“.

„Alles ok“, antwortete er leichthin, „hatte ganz vergessen, dass Du dein Meeting hast. Ich konnte dann doch nicht selber zum Arzt fahren - wollte dich nach einer Taxi-Nummer fragen...“

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