Am Rande

Montagsbaum

Es gibt jene, die konsequent und radikal ihre Weihnachtstanne zum Dreikönigsfest entsorgen. Dann haben wir wiederum Familien, die möglichst lange an ihrem Christbaum festhalten. Doch gibt’s auch die dritte Gruppe, die ihr Bäumchen zwar gerne länger behielte, bei denen aber die Tanne streikt.

„Wir haben einen Montagsbaum“, meint jetzt die Wickederin und berichtet davon, dass er bereits an Heiligabend leise gerieselt habe. Wenigstens etwas, das rieselt, mag man da denken.

Auch besagte Wickederin hätte ihren Nordmann gerne noch stehen gelassen - aber nicht so entblößt, wie er sich zuletzt präsentierte. Immerhin aber hat er übers Fest gehalten.

Anders als jene zwei Familien, die nicht nur mit einem nadelnden „Montagsbaum“ geschlagen waren. Eine von ihnen hatte die prächtige Tanne aufgestellt, die im früheren Leben an einer sehr exponierten Stelle gestanden haben muss.

Jedenfalls entwickelte der Baum nach einigen Stunden in der Wärme eine penetrante Duftnote nach Urin und Ammoniak, weshalb er das Fest erst gar nicht erlebte.

Im zweiten Fall fiel in beschaulicher Runde an der Tanne auf, dass der Boden darunter scheinbar ein Eigenleben entwickelte. Bei genauem Blick handelte es sich um unzählige Zecken, die da vom Baum kamen und in die Wohnung ausschwärmten.

Vom Kreischen der Frauen begleitet flog der Baum im nächsten Moment ‘raus - komplett mit Schmuck...

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