Am Rande

Fabelhafte Perspektiven im Pfarrbüro

So ziemlich alles im Leben ist eine Frage der Perspektive: Was dem einen die Eule, ist dem anderen die Nachtigall - und wo wir gerade bei unseren gefiederten Freunden sind: Da war doch jetzt diese Begebenheit im Pfarrhaus...

Etliche Gläubige hatten sich mit dem Priester nach dem Frühgebet zum Frühstück versammelt. Und noch ein Geschöpf Gottes hatte den Weg ins Pfarrhaus gefunden, genauer gesagt ins Büro: Eine stattliche Spinne war dort zum Morgenmarsch auf Tour, um sich nach der Nacht ihre acht Beine zu vertreten.

Vermutlich mit der Erkenntnis, dass sich der Gliederfüßer verlaufen habe und in der wohlmeinenden Absicht, die frische Luft draußen täte dem kleinen behaarten Freund doch sicher besser, wurde unser Spinnentier behutsam eingefangen und zur Tür geleitet.

Auf der Treppe saß an diesem Morgen auch ein Vögelchen, dass eingedenk der Adresse auch überaus vertrauensvoll dort hocken blieb, als sich die Pfarrhaustür öffnete und unsere Frühstücksrunde dem Spinnentier die Freiheit schenkte.

„Hoppla“, zirpte da das Vögelchen, schielte mit einem Auge auf den Achtbeiner und nahm sich im nächsten Moment seiner an.

Und da haben wir es wieder: Alles ist eine Frage der Perspektive. Der Vogel wird sich bedankt haben für dieses Schmankerl zum Frühstück. Finaler Gedanke der Spinne aber dürfte eher so etwas gewesen sein wie: „Nett gemeint, aber dilettantisch gemacht...

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