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Schlüsselerlebnis im Schnee

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Dass heftiger Schneefall schon zu unzähligen Verspätungen geführt hat - wem muss man das erklären. Doch sind die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung nicht immer deckungsgleich. Im vorliegenden Fall hatte die Wickederin bereits früh am Morgen das Auto freischaufeln wollen, um dann eine Stunde später bei der Abfahrt zum Büro alles vorbereitet zu haben.

Für den Schnee-Einsatz warf sie nur schnell einen Mantel übers Nachthemd, eben in die Stiefel 'reingeschlüpft und 'raus zum zugeschneiten Pkw. Irgendwo zwischen Haustür und Fahrzeug klirrte es ganz kurz und kaum vernehmlich. Das wurde der Wickederin aber erst bewusst, als sie einige Schritte später ihr Auto aufschließen und den Eiskratzer 'rausholen wollte - der Schlüssel war weg! In der nächsten Viertelstunde konnte man sie im Nachthemd und auf allen Vieren durch den Schnee krabbeln sehen, mal tastete sie hier, mal wühlte sie dort. Aber der Schlüssel blieb verschwunden. Es half nichts: Sie musste in ihrem halbfertigen Aufzug durch den Ort, um bei der Schwester Hilfe zu holen. Und siehe da: Mit vier Händen fand sich nach der Rückkehr der Schlüssel in kürzester Zeit. Doch blieb all das nicht ohne zeitlich Folgen. Als die Wickederin eine Stunde später als üblich am Arbeitsplatz eintraf, murmelte sie nur entschuldigend: „Der Schnee...“. Hinterfragt wurde das nicht weiter - war vielleicht auch besser so... ▪ hütt

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