Nochmal bei Deep Purple

Es hatte etwas von der Wallfahrt der Veteranen, als die Freunde neulich ihre musikalische Jugendliebe besuchten: Deep Purple.

Schon als die Idee geboren wurde, zückten sie die Luftgitarre und gröhlten die ersten Takte von „Smoke on the water“, auch wenn man für die Tickets durchaus tief in die Tasche greifen musste. Dann endlich war’s soweit, die Jungs standen in der Konzerthalle. Nach erster Überraschung („sind ja fast nur alte Leute hier!“) folgten bald die vertrauten Klänge. Steve Morse ist zwar kein Ritchie Blackmore, aber auch kein Schlechter, dazu Ian Gillans Röhre - schnell kamen da vor der Bühne wieder die Köpfe in Bewegung. Etwas vorsichtiger als früher - der Nacken! Aber laut waren sie, Deep Purple, gallolaut. Etliche Rockveteranen waren bereits aus der Halle getaumelt, die rechte Hand mit festem Griff an der linken Brust. Aber nicht unsere zwei Freunde: Die rückten sogar noch direkt vor den Boxenturm. Dort war der Sound nicht nur mit dem Ohr, sondern als Wellenmassage mit dem ganzen Körper zu spüren. Inmitten des infernalischen Rausches aus donnernden Schlägen, dröhnenden Bässen und noch ganz anderen Frequenzen gaben sich die Freunde mit gelegentlichen Wortfetzen ihre Begeisterung zu erkennen. Da tippte ihnen von hinten ein Bärtiger auf die Schulter und schrie in den Klangorkan hinein: „Ey, könnt ihr mal leiser sein...?“ ▪ hütt

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