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Reale Gefahren gegen eventuelle Risiko-Abwehr

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Eine einsame Radlerspur findet sich gegenwärtig - bald aber müssen wieder Scharen von Radwanderern am vorläufigen Ende quer über die Straße und am Bahnübergang 200 Meter weiter wieder zurückwechseln.
Eine einsame Radlerspur findet sich gegenwärtig - bald aber müssen wieder Scharen von Radwanderern am vorläufigen Ende quer über die Straße und am Bahnübergang 200 Meter weiter wieder zurückwechseln.

WICKEDE ▪ Während zuletzt die Infos zuversichtlich klangen, dass in diesem Jahr der Radweg zwischen Echthausen und dem Abzweig nach Haus Füchten komplett fertiggestellt werden könnte, klingen jüngste Äußerungen ernüchternd.

Erst kürzlich gab Bürgermeister Arndt bei der Senioren-Union zu erkennen, er glaube nicht an eine Vollendung in diesem Jahr - dabei hat 2013 gerade erst angefangen. Auch der Landesbetrieb Straßen NRW gibt sich skeptisch. Zumindest würde man dem Bürgermeister in diesem Punkt nicht widersprechen wollen, heißt es von dort.

Dabei ist doch alles eigentlich so einfach: Radler kommen von der L732 am Bahnübergang an, werden dort im Falle eines nahenden Zuges durch Lichtzeichen und eventuell noch eine bauliche Anlage vor dem Betreten des Bahnübergangs gewarnt, dann ist der Zug weg, die Lichter gehen aus und die Schranken hoch. Dafür fertigt man einen Entwurf, der wird geprüft, eventuell nachgebessert und umgesetzt und fertig ist die Laube.

Für die beteiligten Instanzen aber, zu denen auch ein Ingenieurbüro, die Deutsche Bahn AG und das Eisenbahn-Bundesamt gehören, ist das nicht so. Da sind mittlerweile bereits Jahre ins Land gegangen, und noch immer liegt keine Lösung auf dem Tisch. Und wenn denn endlich ein von allen Seiten abgenickter Entwurf vorliege, dürfe keinesfalls irgendwo an einem Bahnübergang mit Radweg in Deutschland ein Unfall passieren, weil dann sofort alles gestoppt und erst einmal Sicherheitsfragen neu überdacht werden, heißt es in Insider-Kreisen.

Na, hoffentlich passiert da nichts an der L 732; dort nämlich müssen die Radler Richtung Voßwinkel noch immer 200 Meter vor dem Bahnübergang die Fahrbahn wechseln, um dann am Übergang selbst wieder die Straße zu queren. So wird den Radlern seit Jahr und Tag mit Verweis auf die Vorbeugung möglicher Gefahren am Bahnübergang eine ganz konkrete, reale Gefahr zugemutet - irgendwie pervers...

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