Thomasz Heinisch fand bei Weber Verpackungen seine neue Bestimmung

Quereinsteiger willkommen

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Matthias Fischer, Produktionsleiter Weber Verpackungen (rechts) heißt Quereinsteiger wie Thomasz Heinisch gerne willkommen.

Wickede - Thomasz Heinisch blickt stolz auf die automatische Farbmischanlage im Betrieb: Mit einem Knopfdruck stellt er die Rezeptur der Druckfarben so ein, dass sie genau den Anforderungen seiner Kunden entspricht. „Auf die richtige Mischung kommt es an“. Das sei, so Heinisch, bei der Druckfarbe genauso wie bei den Qualifikationen für berufliche Quereinsteiger.

Der gelernte Maler und Tapezierergeselle Heinisch kann ganz schön hartnäckig sein, wenn er etwas erreichen will. Im Beruf, wie auch in seinem Privatleben. Heinisch sagt: „Ich lerne immer wieder gerne aufs Neue hinzu. Ich bin flexibel im Denken und im Handeln. Vielleicht kommt das ja vom Tischtennis.“ In seiner Freizeit ist der 40-Jährige Sportwart beim TV Wickede und trainiert Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren. Er bringt ihnen Teamwork bei und zeigt ihnen, wie sie die Bälle gekonnt über das Netz schmettern können. 

Seinen beruflichen Quereinstieg bei Weber Verpackungen vor vier Jahren hat der Familienvater nie bereut. „Ich wollte etwas anderes ausprobieren“, resümiert Heinisch seine Entscheidung. Nach beruflichen Stationen in Süddeutschland zog es den gebürtigen Polen nach Westfalen, wo auch zwei seiner Brüder ein Zuhause gefunden haben. „Das Beherrschen der deutschen Sprache ist entscheidend,“ berichtet Heinisch. Künftigen beruflichen Quereinsteigern empfiehlt er, offen zu sein für alles. „Wer einen ausgeprägten Willen hat, hart zu arbeiten und nicht nur Geld zu verdienen bekommt immer eine Chance“, bringt Thomasz Heinisch seine Erfahrung als beruflichen Quereinsteiger auf den Punkt und wendet sich wieder seiner Arbeit in der Farbküche zu. 

„Quersteiger, die etwas lernen und leisten möchten, sind bei uns immer willkommen“, betont Matthias Fischer, Produktionsleiter bei Weber Verpackungen. Er ist seit 13 Jahren im Unternehmen. Fischer hat hier den Beruf des Packmitteltechnologen (damals nannte er sich noch Verpackungsmittelmechaniker) erlernt und sich kontinuierlich weiter qualifiziert. Die Karriereleiter erklomm er schnell im Familienunternehmen in Wickede, das rund 200 Mitarbeiter sowie 25 Auszubildende beschäftigt. 

Bei Weber werden, neben verschiedene kaufmännischen Berufen, Jugendliche im Wesentlichen zu Packmitteltechnologen, Medientechnologen Druck oder Industriemechaniker ausgebildet. An Thomasz Heinisch gerichtet sagt er: „Heinisch ist die Idealbesetzung für seine Tätigkeit in der Farbküche. Er hat auf eine Stellenanzeige des Unternehmens hin so lange angerufen, bis er zum Interview eingeladen wurde, das er bravourös bestanden hatte“, erinnert sich Fischer. „Von seinem Kaliber könnten wir noch mehr Mitarbeiter einstellen.“ 

„Wir trotzen dem Fachkräftemangel auf unsere Art, indem wir stark auf unseren eigenen Nachwuchs setzen“, sagt Rabea Isenbeck, Ausbildungsleiterin bei Weber Verpackungen „Der Arbeitsmarkt ist so gut wie leer gefegt – da muss man sich als Nischenbetrieb mit einer klaren fachlichen Ausrichtung schon etwas einfallen lassen.“

 Der Altersdurchschnitt im Unternehmen liege unter 40 Jahren. Damit, so Isenbeck weiter, bereite man sich frühzeitig auf den demografischen Wandel vor. In wenigen Monaten eröffnet das Unternehmen eine neue Lehrlingswerkstatt, die man stolz „Technikum“ nennen wird. Dort sollen die Auszubildenden in einer „gläsernen und transparenten Fabrik“ an einer speziell auf ihre Bedürfnisse hin zugeschnittenen Beutel-Maschine lernen, wie man Verpackungen herstellt. 

Weber Verpackungen unterstützt zusammen mit zahlreichen weiteren Mitgliedsunternehmen des IPV (Industrieverbands Papier- und Folienverpackung) die verbandseigene Initiative, Quereinsteigern in den Unternehmen der Papier- und Folien verarbeitenden Industrie neue berufliche Perspektiven zu eröffnen.

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