Vereinsheim in Wickede

Public Viewing im Kreis Soest: Rudelgucken zur EM nur mit Auflagen

2016 fieberten im Rathaus-Innenhof Hunderte Hammer mit der Nationalelf mit.
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Fast schon ungewohntes Bild: 2016 fieberten viele Menschen mit der Nationalelf mit.

Beamer und Leinwand aufbauen, Bierfass anschließen, fertig. So einfach stellt sich der Plan eines Rudelguckens dieser Tage nicht dar. 

Wickede - Für Richard Geisen, Betreiber des TuS-Vereinsheims „Ohl Inn“, bedeutete er vielmehr allerhand Stress: „Hier glühen seit 7.30 Uhr die Drähte heiß“, so der Gastwirt. Bis zum späten Montagnachmittag hatte er keine Klarheit darüber, welche Auflagen er befolgen muss, um am Dienstag ab 21 Uhr das erste Match der deutschen Nationalelf zeigen zu dürfen.

Die Vorschriften stellten für ihn bis dahin ein kaum zu durchschauendes Wirrwarr dar: „Es darf eine unbestimmte Zahl von Personen aus bis zu fünf Haushalten teilnehmen, dazu bis 100 negativ Getestete sowie alle Geimpften und Genesen. Wie soll ich da wissen, wie viele Leute teilnehmen dürfen?“, fragt sich Geisen, der seit den frühen Morgenstunden im Kontakt zum Ordnungsamt stand – und das wiederum hätte sich direkt eine Standleitung zur Bezirks- und Landesregierung legen können.

Public Viewing zur EM: Getestet, geimpft, genesen

Nun lautet die Vorschrift: Hundert Getestete, dazu alle Geimpften und Genesenen, nur am Platz keine Maske, Einlass ab 19.30 Uhr und Aufnahme der Kontaktdaten. Geisen will nichts riskieren: „Die Pandemie ist noch nicht vorüber, und die Gesundheit geht vor. Nicht, dass dann doch etwas den Auflagen widerspricht und es hinterher Scherereien gibt.“ Roger Budde vom Colorado dagegen hält sich an die aktuellen Regeln, die für die Gastronomie gelten, „und die wurden ja fast alle aufgehoben“.

Klar, Maske auf, wenn man sich mal vom Platz wegbewegt. Aber sowohl draußen im Biergarten wie drinnen werden die Gäste über Monitor bzw. Großbildleinwand Zeuge sein können, wie sich Neuer, Reus, Müller und Co. so gegen Frankreich schlagen.

Genau so hält es Rino Sottile vom Bistro „Dicker Baum“. „Mundschutz beim Rumlaufen, Hände desinfizieren“, lautet bei ihm die einfache Devise. Fernseher stehen drinnen wie draußen. Außerdem arbeite er mit dem portugiesischen Restaurant O Pipo direkt gegenüber zusammen: Dort könne man sich Speisen bestellen und bei ihm verzehren.

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