Optischer Gruß am Ortseingang Wickedes

Marode Scheune nun noch mit Zaun

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Die optischen Auswirkungen der Scheune am Ortseingang werden jetzt noch durch einen Zaun rund um das Gelände verstärkt. Zusätzlich ist aber auch der Zugang zu den Containern beeinträchtigt. 

Bleibt es beim Containerstandort für leere Flaschen, Kleidung und Elektro-Kleingeräte an der Hövelstraße/Ecke Waltringer Weg? Die Frage steht im Raum, nachdem der Kreis Soest gegenüber dem Eigentümer der maroden Scheune dort ein Anhörungsverfahren eingeleitet und dieser daraufhin das gesamte Gelände eingezäunt hat.

Wickede – Entlang des rund zwei Meter hohen Bauzauns kommt man zwar zu Fuß noch zu den Containern, mit dem Auto wird das aber schon schwierig. Der Containerdienst mit seinem Lkw wird wohl gar nicht mehr an die Sammelstelle herankommen, um die Behältnisse an den Kran zu nehmen und zu entleeren.

Anlass für die Umzäunung waren der Verwaltung zufolge Hinweise aus der Bevölkerung bezüglich des Zustandes der Scheune. Die habe man mit Bitte um Prüfung an die Bauordnung des Kreises Soest weitergeleitet. Der Kreis Soest wiederum leitete ein Anhörungsverfahren ein. In dessen Rahmen wird auf die Feststellung verwiesen, dass das Dach der Feldscheune erhebliche Schäden aufweist: „Die Standsicherheit des Dachs ist daher nicht mehr gewährleistet“.

Zeitgleich kündigte die Behörde an, das vollständige Absperren der Feldscheune in einem Bereich von fünf Metern um das Gebäude herum und durch einen zwei Meter hohen Zaun anzuordnen. Die Anordnung selbst ist laut Pressestelle des Kreises Soest zwar noch nicht ergangen.

Allerdings wurde der Eigentümer in dieser Woche bereits im Rahmen des Anhörungsverfahrens aktiv und stellte einen Zaun rund um das Gebäude auf, der den Spezifikationen der Bauordnungsbehörde entspricht. Damit kam er nicht zuletzt der Möglichkeit zuvor, dass der Kreis Soest die Sicherungsmaßnahme als Ersatzvornahme bei Dritten in Auftrag gibt und dem Eigentümer anschließend die Kosten aufbrummt.

Eigentümer „in der Findungsphase“

Die beabsichtigten Auflagen greifen aber auch in die weitere Nutzung der Scheune ein. In der Anhörung wird angekündigt, das Betreten und die Nutzung der Feldscheune bauordnungsrechtlich zu untersagen. Vorhandene Öffnungen seien dauerhaft zu verschließen. Zudem sei behördlicherseits festgestellt worden, dass auf dem Grundstück zwei Autos nebst Autoanhänger, Dachpfannen und Gerüstteile und weiteres gelagert werden. Es sei beabsichtigt, die Beseitigung der Fahrzeuge und sonstigen Lagergegenstände anzuordnen, kündigt die Behörde an.

Der Eigentümer bestätigte im Gespräch mit unserer Zeitung, die Einzäunung im Rahmen des Anhörungsverfahrens vorgenommen zu haben. Bezüglich einer denkbaren weiteren Verwertung der Scheune hieß es: „Wir sind in der Findungsphase“.

Zu einer möglichen Verwertung im Rahmen einer Veräußerung kommt seitens des Eigentümers eine eindeutige Position: „Aktuell besteht kein Verkaufsinteresse“.

Neben dem mehr und mehr hinfälligen Eindruck, den das Gebäude auf dem Präsentierteller am Ortseingang in den vergangenen Jahren verbreitet, kommt nun also noch der Anblick des Bauzaunes hinzu. Der aber bringt nicht nur optische Folgen mit sich, sondern jetzt zudem handfeste räumliche Probleme.

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