"Leader"-Pläne

Neue Offenheit für Wimberns Halle 

Wimberns Schützenhalle soll mit dem „Leader“-Projekt auch im übertragenen Sinne einen neuen Zugang zur dörflichen Versammlungsstätte bieten.

Wimbern – „Offene Kaminstube Wimbern“ - dieser seinerzeit gefasste Projektname greift fast noch zu kurz für das, was Wimberns Schützen mit ihrem Leader-Projekt auf den Weg bringen: Es geht um die Öffnung der Halle zur Wiesenstraße, mit der Wimberns Versammlungsstätte Nummer 1 eine neue Transparenz und einen neuen Zugang auch im übertragenen Sinne bieten wird.

Nachdem die ersten Pläne bei der Lokalen Arbeitsgruppe (LAG) Zustimmung gefunden hatten, steht das Projekt jetzt kurz vor dem entscheidenden Schritt, der Antragsabgabe an die Bezirksregierung. 

Auf deren Förderzusage muss allerdings gewartet werden - „ein frühzeitiger Baubeginn wäre förderschädlich“, verweist Johannes Korte, bei der Bruderschaft zuständig für das Antragsverfahren, auf die Rahmenbedingungen. 

Mit dem gegenwärtigen Zeitplan hoffen Wimberns Schützen darauf, vielleicht noch am Ende des Jahres die ersten konkreten Schritte beginnen zu können. 

Der Bau eines neuen Eingangs zur Wiesenstraße hin, der möglicherweise mit großen Glasflächen versehen auch zusätzliches Licht in den Saal bringen soll, stellt ein zentrales Merkmal des Vorhabens in Richtung „offene Halle“ dar.

Eine weitere Neuerung für die Versammlungsstätte des Ortsteils wird die Toilettenanlage darstellen, die künftig auch den Ansprüchen an Barrierefreiheit genügen soll. Der Anbau, ein wichtiger Teilbereich des gesamten Hallenensembles, wird mit einem neuen Fußboden aufgewertet, neue Fenster und eine verbesserte Dämmung stehen ebenfalls auf dem Wunschzettel der Schützen als Eigentümer der Halle. 

Wichtig ist zudem die Sanierung einer Außenwand, bei der seit geraumer Zeit ein Feuchtigkeitsschaden festzustellen ist. 

Als einheimische Kompetenz können sich die Johannesschützen nicht zuletzt auf die Begleitung ihres Vorhabens durch Architekt Paul Schüpstuhl verlassen - eine wichtige Hilfe nicht zuletzt, wenn es um Konzeption, Bauplanung und Zusammenstellung der Antragsunterlagen geht, die bei der Bezirksregierung auf Herz und Nieren geprüft werden.

 „Die strukturelle Umnutzung ihrer traditionellen Schützenhalle als dorfgerechte Gemeinschaftseinrichtung für das gesamte Dorf vorantreiben“ - so war bei der ersten Präsentation des Vorhabens im Februar das Projekt vorgestellt worden.

Die Maßnahmen sollen „die langfristige und nachhaltige Nutzung ermöglichen und eine entsprechende Ausstattung die multifunktionale Nutzung durch die Wimberaner Vereine und Institutionen unterstützen“, fasst die „Leader“-Homepage die Absichten des Wimberner Projektes zusammen.

Unterstützt wird das Ganze auch von der Kommune. Mit dem Verweis, dass der Gemeindehaushalt auch anderweitig zentrale Versammlungsstätten der Kommunen finanziert bzw. unterstützt, steuert die Kommune 12 000 Euro zu den Gesamtkosten bei. 

Und wer weiß: Vielleicht können die Schützen als Projektträger ja bereits zum Schützenfest im kommenden Jahr ihre Gäste mit einer großzügigeren Anbindung an den Schützenplatz begrüßen. Der jetzige Eingang übrigens soll weiterhin erhalten bleiben und auch künftig für kleinere Veranstaltungen seine Funktion beibehalten.

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